Weihnachten

Der eine macht Autogenes Training, die andere meditiert. Ich backe Plätzchen.

Dieser Teil der Website läuft außer Konkurrenz: Diese Rezepte haben nichts mit fett- und auch nur marginal mit zuckerreduziert zu tun; wirklich gesund ist das hier alles nicht … Für alle, für die Weihnachten trotz allem Weihnachten ist … kleine Mengen zum Genießen sind ja doch oft noch drin, und Freunde und Nachbarn sind schließlich auch noch da.

Bild vom Kuchen
A-Z Weihnachten


Im Idealfall jede Sorte in einer eigenen, dicht schließenden Dose, damit jeder Geschmack und jeder Geruch für sich bleibt. Ich nehme (und kann beim besten Willen nicht objektiv erklären warum) nur Metalldosen, weil ein ganzer Tisch voll gut gefüllter, gerne auch altmodischer Metalldosen für mich ein, sagen wir, optisches Synonym für Weihnachten ist. Einen ganzen Tisch voll gut gefüllter Plastikdosen verbinde ich mit einem Startschuss zum gelungenen Kita-Picknick — ohne Frage auch super, für mich aber komplett unweihnachtlich. Wenn Sie nicht genügend Dosen haben, packen Sie am besten von der Teigart ähnliches zusammen (etwa zwei Sorten Shortbread, zwei Sorten Makronen).

Alles, was mit temperierter Kuvertüre überzogen ist, bewahren Sie am besten bei Zimmertemperatur auf, damit die Kuvertüre nicht fleckig wird. Alles andere hält sich länger, wenn Sie es möglichst kühl und trocken, ggf. im Keller, aufbewahren. Eine Lage Backtrenn- oder Butterbrotpapier hilft empfindlichen Oberflächen (Kuvertüre, Guss), schön und unbeschadet zu bleiben.

Abgesehen davon, dass es meinem inneren Monk besser geht, wenn alle Plätzchen auf einem Blech gleich dick und gleich groß sind, wird eben auch alles, was gleich dick und gleich groß ist, ziemlich gleichzeitig fertig, und hat auch in etwa die gleiche Farbe. Ich find's halt doof, wenn ich die ersten dünnen, fertig gebackenen Plätzchen schon separat vom Blech runterfischen muss, während noch zu helle dicke drauf sind, die noch ein paar Minuten brauchen. Daher rolle ich auch Sorten aus, bei denen das eigentlich nicht nötig ist, einfach, um gleich große Teigrohlinge zu bekommen: Etwa Bethmännchen (9 mm dick ausrollen, runde Rohlinge ausstechen und die zu wirklich gleich großen Kugeln rollen) oder Vanillekipferl (9 mm dick ausrollen, Streifen zuschneiden, die zu dann gleich großen Hörnchen formen).

Um Teig wirklich 3, 6 oder 9 mm dick auszurollen, habe ich einen Ausrollstab, auf den ich verschieden dicke Abstandhalter aufstecken kann; ich finde ihn super. Findet man im Internet, wenn man nach Backhölzern, Teighölzern, Ausrollhölzern, Abstandshalter oder ähnlichem sucht. Zusammensteckbare Ausrollrahmen sind auch schön.

Eigentlich … was immer Sie wollen. Wenn Sie nicht viel kaufen und rumliegen haben wollen, ist ein Set runde Ausstecher ein guter Kompromiss, weil Sie irgendeinen davon für jedes zweite Rezept benutzen können. Sterne sind auch schön, gerne die mit nur 5 Zacken: Egal wie ambitioniert man rangeht, irgendwann beim Guss draufpinseln kommt der Punkt, an dem das Längen kriegt und man sich über jeden Zacken freut, den die Sterne nicht haben … 385, 386 …

Printenteig verträgt auch filigranere Formen, für Teige, die beim Backen leichter verlaufen, nehmen Sie besser was groberes. Wer mit Kindern backt: Ein bisschen drauf achten, dass nur in etwa gleich große und dicke Objekte, welcher Art auch immer, auf einem Blech gebacken werden: Dünne kleine Mäuse sind halt schneller fertig als dicke, große Elefanten. Blechausstecher sollten Sie per Hand spülen, die fangen in der Spülmaschine leicht an zu rosten.

Meins sind sie nicht, hauptsächlich, weil man mehr Qualität für's gleiche Geld kriegt, wenn man die Zutaten einzeln kauft. Dazu kommt, dass ich ohnehin ständig irgendwas backe, und die Zutaten bei mir schon weggehen. Wenn Backen gar nicht Ihre Wiese ist, und Sie eher Opfer von "wir brauchen noch Freiwillige, die für den Adventsbasar was backen" geworden sind, sind sie aber die bessere Lösung als diverse Einzelkomponenten zu kaufen, und das meiste davon am Ende doch nur wegzuschmeißen.

Siehe "Brot" und "Kuchen": Jeder Backofen ist ein bisschen anders. Die Temperaturen und Zeiten, die ich in meinen Rezepten schreibe, sind das, was bei meinem Ofen gut funktioniert, das kann bei Ihnen ein bisschen anders sein.

Ein echter Punkt ist Ober- und Unterhitze. Auch, wenn inzwischen so gut wie jeder Ofen Umluft kann, und es natürlich schneller und energiesparender ist, wenn man drei Bleche auf einmal durchschiebt, gut für Plätzchen ist das nicht. Die meisten werden trocken, weil Umluft zu viel Feuchtigkeit nach draußen pustet. (Oder, um es kurz zu machen und meine Freundin zu zitieren: "Kannste so machen, ist dann aber Kacke"). Ich backe daher ganz old school, wie meine Schwiegeroma es mir mit auf den Weg gegeben hat, Blech für Blech hintereinander weg auf der mittleren Schiene bei Ober- und Unterhitze, und das in einem gut vorgeheizten Ofen.

In vielen Rezepten können Sie Eier, Butter und Milch durch pflanzliche Alternativen ersetzen, ohne, dass der Geschmack leidet. Wo ich keinen Unterschied gemerkt habe, schreibe ich's ins Rezept.

Ich versuche, dass sich alle meine Plätzchensorten optisch voneinander unterscheiden. Nicht nur, weil das irgendwie netter aussieht, sondern auch, weil man dann eher vermeiden kann eine Sorte zu erwischen, die man so gar nicht mag.

Falls Sie auf den Geschmack kommen und Lebkuchen- und Spekulatiusgewürz selbst herstellen wollen, hier Grundzusammenstellungen für beide Mischungen:

Lebkuchengewürz: je 1g Koriander und Kardamom, je 2g Muskat, Sternanis, Ingwer und Nelke, je 3g Zitronen- und Orangenschale, 4g Zimt

Spekulatiusgewürz: 1g Kardamom, je 1,5g (weißer) Pfeffer, Ingwer, Muskat und Nelke, 8g Zimt.

Zum genauen Abwiegen benutze ich eine Löffelwaage. Wenn Sie eher so der Dicke-Daumen-Typ sind, nehmen Sie einen Teelöffel, und sehen zu, dass Sie den bei jedem Gewürz gleich abstreichen oder auf die gleiche Höhe häufen. Geben Sie die Gewürze in ein gut verschließbares Glas, und schütteln alles gut durch. Es schadet nicht, wenn die Mischung ein paar Wochen durchziehen kann, bevor Sie sie benutzen, direkt verwenden geht aber auch.

Ein paar basics: Eine Waage, gerne mit Zuwiegefunktion, ein paar Schüsseln, ein paar Löffel und/oder Silikonspatel, ein Heber, ein Backpinsel, was zum Ausrollen und Ausstechen, einen Abkühlrost, ein paar Topfhandschuhe, Backtrennpapier, ggf. ein Kurzzeitwecker (zusätzlich zu dem im Handy, wenn die Finger so aussehen, dass man das nicht mehr anfassen mag) … Handmixer ist schön, wenn Sie was mit Eischnee machen wollen … Auf den ersten Blick abwegig klingen ein Lineal und ein großes Geodreieck, in der Praxis finde ich beides ganz nützlich, wenn man irgendwas in gleich breite Streifen schneiden möchte.

Nice to have, und, wenn Sie wirklich Spaß an der Sache haben, vielleicht was für den nächsten Nikolausstiefel: ein (digitales) Zuckerthermometer, und eine (digitale) Löffelwaage.

Braucht (neben einem guten Thermometer) etwas Zeit und Sorgfalt, daher tut man sich einen Gefallen, wenn man die Sorten, bei denen am Ende Kuvertüre draufkommt, sammelt und in einem Rutsch abarbeitet. Belohnt wird man mit edel matt glänzenden Überzügen, die beim Reinbeißen knacken … seufz … Wichtig ist rühren, rühren und nochmal rühren (dabei keine Luftbläschen reinschlagen), um die enthaltenen Fettanteile der Kuvertüre so gleichmäßig wie möglich zu verteilen. Das ist wichtig, damit es beim Auskühlen keine Flecken gibt und/oder der Überzug nicht grau wird. Die angegebenen Temperaturwerte sind für den dicken Daumen – wie beim Backofen können die je nach Hersteller ein bisschen unterschiedlich sein. Der echte Konditor erledigt das Schmelzen etwa über Nacht im Backofen oder im Wasserbad; mir ist der Backofen zu langwierig und das Wasserbad zu risikoreich: Ein Tropfen Wasser in der Kuvertüre, und die Struktur ist hin und man fängt neu an.

Hacken Sie die Kuvertüre in Stücke (echte Alternative aus dem gut sortierten Supermarkt oder dem Internet: portionierbare Drops oder Callets) und schmelzen etwa zwei Drittel der benötigten Menge bei maximal 300 Watt in mehreren Winz-Schritten in der Mikrowelle. Rühren Sie zwischendurch häufig um, und erwärmen Sie die Kuvertüre, bis 55° (Zartbitter), 48° (Vollmilch) bzw. 45° (weiß) erreicht sind. Sollten Sie Sorten gekauft haben, bei der auf den Packungen Temperaturen angegeben sind, nehmen Sie die. Dann geben Sie das letzte Drittel der Kuvertüre dazu, ("impfen" die Kuvertüre), und rühren die Mischung auf 28° (Zartbitter), 27° (Vollmilch) bzw. 26° (weiß) runter. Erst recht, wenn Sie große Mengen vorbereiten, braucht es dafür echt Geduld, und zugegebenermaßen ist das der Moment, in dem ich auch schonmal gänzlich unprofessionell einen Kühlpack aus der Gefriere drunterlege. In dem Fall muss man natürlich höllisch aufpassen, dass die Kuvertüre nicht am Schüsselboden fest wird, aber … naja. Klappt bei mir halt ganz gut, und man wird auch irgendwann mal fertig. Anschließend erwärmen Sie die Kuvertüre noch einmal kurz auf 31° (Zartbitter), 30° (Vollmilch) bzw. 29° (weiß). Jetzt können Sie sie verarbeiten. So richtig gute Ergebnisse bekomme ich immer dann, wenn die Kuvertüre beim Verarbeiten gefühlt kurz vor "jetzt ist's eigentlich zu fest um noch was damit zu tun" ist. Wenn sie zu kalt wird, stellen Sie sie wieder für ein paar Sekunden (!) in die Mikrowelle, und rühren erneut gründlich um. Übriggebliebene Kuvertüre können Sie auf einem Stück Alufolie verstreichen, auskühlen lassen und bei der nächsten Aktion weiterverwenden.

Ich verwende für alle Plätzchensorten 630er Dinkelmehl, weil ich ein paar Bekannte habe, die Dinkel besser vertragen als Weizen, aber 405er oder 550er Weizenmehl gehen natürlich genauso gut.

Sieben ist immer eine gute Idee; zur besseren Verteilung gerne direkt zusammen mit anderen trockenen Zutaten wie Salz, Backpulver und Gewürzen.

Je nachdem wie viel Sie backen, kann es Sinn machen, länger haltbare Sorten (Printen, Cantucchini) früher zu backen als leichter verderbliche (Bethmännchen, Zimtsterne). Dann hält alles sicher bis Weihnachten durch, ohne dann schon alt zu schmecken. Arbeitsschritte zusammenfassen ist auch gut, etwa alles was mit temperierter Kuvertüre veredelt wird in einem Rutsch machen, und/oder Sorten bündeln, für die Sie an einem Tag Eiweiße (Zimtsterne) und am nächsten Eigelbe (Gâteau Breton) brauchen.

Spart bei mir Zeit, weil Weihnachtsplätzchen so sehr mein Ding sind, dass ich für weniger als 20 Sorten die Küche gar nicht erst dreckig mache. Dementsprechend habe ich keine Lust, mir jedes Jahr wieder einen Schädel um den Einkaufszettel zu machen und habe irgendwann alle Rezepte mal so eingeexcelt, dass ich jetzt nur noch copy, paste und Summen ziehen muss.

Nützlich, wenn man Kuvertüre temperieren (ab 25°) und Karamellbonbons kochen (bis etwa 130°) möchte. Ich bin irgendwann von einem analogen auf ein digitales Modell umgestiegen, weil die schneller reagieren. Meins hat einen Sensor, der durch ein langes Kabel mit einem separaten Display verbunden ist – wenn der Sensor dann doch mal in die Kuvertüre oder ins kochende Karamell flutscht, freut man sich, wenn nicht das komplette Gerät klebt. Wenn Sie sich eins kaufen, achten Sie darauf, dass es mit handelsüblichen Batterien auskommt.

Ich bin nicht so die Deko-Queen, daher nur ein paar eher handfeste Tipps.

Bewahren Sie einzelne Sorten so lange wie möglich getrennt voneinander auf, und packen sie erst kurz vorm Verschenken zusammen, damit jede Sorte ihren eigenen Geschmack möglichst lange behält. Wenn Sie Tütchen füllen, legen Sie Sorten, die mit Puderzucker oder Kakao bestäubt sind, möglichst nach unten, dann krümeln die nicht alles voll, was sonst noch in der Tüte ist. Füllen Sie die Plätzchen so in durchsichtige Tüten, dass sie mit der schönen Seite nach außen gucken. Machen Sie die Tüten nicht zu voll, sonst kriegen Sie sie nicht mehr verschlossen, ohne die obersten Plätzchen einzuquetschen. Wenn Sie gefüllte Dosen oder Schachteln verschenken/mitbringen/auf den Tisch stellen, achten Sie darauf, dass man von jeder Sorte zumindest einen direkt sieht. Mit ein bisschen Glück wird dann weniger in der Dose rumgebuddelt, und Sie haben weniger Bruch, der dann doof aussieht, und den dann keiner mehr essen mag.

Praktisch sind elektronische Modelle mit Zuwiegefunktion, aber alle anderen klappen natürlich auch.

Eine Löffelwaage ist super für alle, die ihr Weihnachtsgewürz selbst mischen wollen: Die Dinger kosten nicht die Welt, und sind auf alle Fälle ein besseres Investment als die teuren Minitütchen Weihnachtsgewürz, die Sie im Backregal finden, und in denen oft auch noch Mehl zum Strecken drin ist.

Wenn Sie amerikanische Rezepte nachbacken, besorgen Sie sich am besten für kleines Geld in der Haushaltsabteilung Ihres Supermarktes ein Messlöffel-Set, dann stimmen die Mengenverhältnisse zueinander eher, als wenn Sie irgendeine Tasse aus Ihrem Bestand nehmen und versuchen, die Volumina auf Hälften, Drittel und Viertel runterzuschätzen.

Ich finde einfachen weißen Zucker dann besser, wenn Schokolade im Teig ist, und (den leicht karamelligen) hellen Rohrzucker dann, wenn viel Fruchtiges zum Einsatz kommt, aber das ist Geschmackssache. Deutlich andere Geschmacksergebnisse erhalten Sie, wenn Sie etwa dunklen Roh- oder Farinzucker (oder auch Honig) verwenden, mit Grümmel (etwa in Printen) bringen Sie ein bisschen Crunch und damit eine andere Textur ins Gebäck. Kann richtig super sein, nur sollten Sie das berücksichtigen, bevor Sie anfangen auszutauschen.

5in1s (mit oder ohne Gluten)

Ein Teig, 5 Variationen: Optimal, wenn Ihnen nicht nach viel Friemelei ist, Sie aber einigermaßen zügig ein paar Bleche Output und ein bisschen Auswahl haben wollen.

Illustration: ASTreller


Das sind die Zutaten:

Das passiert damit:

Vortag
Für Sorte 1/5 hacken Sie
250g Trockenfrüchte,
(die, die Sie am liebsten haben, z.B. je 50g Aprikosen, Äpfel, Rosinen, Feigen und Datteln) in kleine Stückchen, geben die in eine verschließbare Dose und gießen
10-12 EL Flüssigkeit
(das kann Wasser sein, aber auch ein geschmacklich passender Saft oder auch etwas Alkoholisches) dazu. Verschließen Sie die Dose, schütteln alles gut durch und lassen die Früchte im Kühlschrank übernachten: Die aufgenommene Flüssigkeit wird beim Backen wieder abgegeben, und die Plätzchen werden schön saftig.
Backtag
Für den Teig sieben Sie
1 kg Mehl
(Dinkel 630, alternativ Weizen 550 oder 405) zusammen mit
2 Tüten Backpulver
in eine große Schüssel. Rühren Sie
350g Zucker
(normalen weißen Haushaltszucker, hellen Rohrzucker, oder eine Mischung), und, falls Sie nicht auf eine salzarme Ernährung achten sollen,
½ TL Salz (optional)
(bei salzarmer Ernährung ggf. nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt die Mischung 75 % NaCl / 25 % KCl, siehe Salz) gründlich unter. Dann geben Sie
500g Butter
(alternativ Margarine, oder eine Mischung aus beidem) und
5 Eier
dazu, und verkneten alles zu einem Mürbeteig. Den teilen Sie in 5 gleich große Stücke, und stellen die in den Kühlschrank.
Für Sorte 2/5 hacken Sie
100g Vollmilchschokolade
und
100g weiche Karamellbonbons
in kleine Stücke, und kneten sie unter die erste Fuhre Teig. Die Karamellbonbons laufen beim Backen umso mehr auseinander, je wärmer der Teig ist. Deshalb macht es Sinn, den Teig schon jetzt auf einem Stück Backpapier knapp 1 cm dick auszurollen, nach Wunsch z.B. zu kleinen Quadraten zuzuschneiden, und die auf einem passend großen Brettchen zum Kühlen in die Gefriertruhe zu legen, bis Sie mit allen anderen Sorten fertig sind. Falls der Teig zu klebrig zum Ausrollen ist, stäuben Sie ein bisschen
zusätzliches Mehl
drüber.
Für Sorte 3/5 hacken Sie
100g weiße Schokolade
und
50g Kokoschips
klein, und geben noch
50g Kokosflocken
dazu.
Für Sorte 4/5 brauchen Sie
250g gehackte Nüsse,
die, die Sie am liebsten essen, nach Wunsch geröstet und/oder gemischt. Wenn es süßer werden soll, können Sie auch eine Hälfte Nüsse, eine Hälfte Haselnusskrokant, nehmen – oder, wenn mehr Salz für Sie akzeptabel ist und Sie den Kontrast süß/salzig mögen, auch eine Hälfte gesalzene Nüsse verwenden.
Für Sorte 5/5 brauchen Sie
100g gestiftete Mandeln
und
100g dunkle Schokolade,
auch die in Stücke gehackt. Das kann vor Weihnachten auch gerne eine Weihnachtsschokolade sein, alternativ eine "normale" plus
½ TL Weihnachtsgewürz (optional).
Jetzt nehmen Sie sich immer eine Teigportion vor, verkneten sie gründlich mit einer Sorte der vorbereiteten Zusätze, und stellen sie zurück in den Kühlschrank, bis Sie sie brauchen. In welcher Reihenfolge Sie die Plätzchen backen ist (bis auf die mit Karamell, die schon in der Truhe liegen, die kommen am Schluss) egal, und das gleiche gilt für die Form. 5 verschiedene Formen helfen, um die einzelnen Sorten gut auseinanderhalten zu können, aber letztlich spielt es keine Rolle, ob Sie Kreise ausstechen, Dreiecke, Rechtecke oder Quadrate ausscheiden oder sich sonst etwas eher nicht so Filigranes einfallen lassen. Hauptsache, Sie rollen alles knapp 1 cm dick aus. Wenn's zu sehr klebt, nehmen Sie noch etwas
zusätzliches Mehl.
Machen Sie alle Plätzchen etwa gleich groß (2-4 cm Durchmesser bzw. Kantenlänge), und setzen sie mit etwa so viel Abstand voneinander auf ein möglichst kaltes, mit Backpapier ausgelegtes Blech, wie die Plätzchen selbst groß sind. Dann können Sie die Bleche hintereinander weg auf mittlerer Schiene bei 180° Ober- und Unterhitze durch den Ofen laufen lassen, und es braucht immer ungefähr 15-20 Minuten, bis Sie ein Blech goldgelbe Plätzchen aus dem Ofen holen können. Die fertigen Plätzchen lagern Sie auf einen Rost um, und lassen sie da komplett abkühlen. Bewahren Sie sie in einer gut verschließbaren (Metall)-Dose an einem eher kühlen Platz auf.

Das sind die Zutaten:

Das passiert damit:

Vortag
Für Sorte 1/5 hacken Sie
250g Trockenfrüchte,
(die, die Sie am liebsten haben, z.B. je 50g Aprikosen, Äpfel, Rosinen, Feigen und Datteln) in kleine Stückchen, geben die in eine verschließbare Dose und gießen
10-12 EL Flüssigkeit
(das kann Wasser sein, aber auch ein geschmacklich passender Saft oder auch etwas Alkoholisches) dazu. Verschließen Sie die Dose, schütteln alles gut durch und lassen die Früchte im Kühlschrank übernachten: Die aufgenommene Flüssigkeit wird beim Backen wieder abgegeben, und die Plätzchen werden schön saftig.
Backtag
Für den Teig gießen Sie
225 ml Milch
(oder eine pflanzliche Alternative Ihrer Wahl) in eine kleine Schüssel, und rühren
20g gem. Flohsamenschalen
mit einem Schneebesen hinein. Die können ausquellen, während Sie den Teig und die add-ons fertigmachen.
Für Sorte 2/5 hacken Sie
100g Vollmilchschokolade
und
100g weiche Karamellbonbons
in kleine Stücke.
Für Sorte 3/5 hacken Sie
100g weiße Schokolade
und
50g Kokoschips
klein, und geben noch
50g Kokosflocken
dazu.
In Sorte 4/5 kommen
250g gehackte Nüsse,
die, die Sie am liebsten essen, nach Wunsch geröstet und/oder gemischt. Wenn es süßer werden soll, können Sie auch eine Hälfte Nüsse, eine Hälfte Haselnusskrokant, nehmen – oder, wenn mehr Salz für Sie akzeptabel ist und Sie den Kontrast süß/salzig mögen, auch eine Hälfte gesalzene Nüsse verwenden.
Für Sorte 5/5 brauchen Sie
100g gestiftete Mandeln
und
100g dunkle Schokolade,
auch die in Stücke gehackt. Das kann vor Weihnachten auch gerne eine Weihnachtsschokolade sein, alternativ eine "normale" plus
½ TL Weihnachtsgewürz (optional).
Für den Teig sieben Sie
75g Kichererbsenmehl ,
400g Reismehl,
250g Kartoffelstärke,
200g Maisstärke
und
2 Tüten Backpulver
in eine große Schüssel. Rühren Sie
150g gem. Mandeln,
350g Zucker,
(normalen weißen Haushaltszucker, hellen Rohrzucker, oder eine Mischung), und, falls Sie nicht auf eine salzarme Ernährung achten sollen,
½ TL Salz (optional)
(bei salzarmer Ernährung ggf. nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt die Mischung 75 % NaCl / 25 % KCl, siehe Salz) gründlich unter. Dann geben Sie
500g Butter
(alternativ Margarine, oder eine Mischung aus beidem) und die inzwischen ausreichend gequollenen Flohsamenschalen dazu, und verkneten alles zu einem Mürbeteig. Den teilen Sie in 5 gleich große Stücke, und stellen 4 davon in den Kühlschrank. Das übrig gebliebene Stück verkneten Sie mit der Schokolade und den Karamellbonbons. Die Karamellbonbons laufen beim Backen umso mehr auseinander, je wärmer der Teig ist. Deshalb macht es Sinn, den Teig schon jetzt auf einem Stück Backpapier knapp 1 cm dick auszurollen, nach Wunsch z.B. zu kleinen Quadraten zuzuschneiden, und die auf einem passend großen Brettchen zum Kühlen in die Gefriertruhe zu legen, bis Sie mit allen anderen Sorten fertig sind. Falls der Teig zu klebrig zum Ausrollen ist, stäuben Sie ein bisschen
zusätzliches Reismehl oder gem. Mandeln
drüber.
Dann nehmen Sie sich immer eine Teigportion vor, verkneten sie gründlich mit einer Sorte der vorbereiteten Zusätze, und stellen sie zurück in den Kühlschrank, bis Sie sie brauchen. . In welcher Reihenfolge Sie die Plätzchen backen ist (bis auf die mit Karamell, die schon in der Truhe liegen, die kommen am Schluss) egal, und das gleiche gilt für die Form. 5 verschiedene Formen helfen, um die einzelnen Sorten gut auseinanderhalten zu können, aber letztlich spielt es keine Rolle, ob Sie Kreise ausstechen, Dreiecke, Rechtecke oder Quadrate ausscheiden – Hauptsache, Sie rollen alles etwa 1 cm dick aus, und die Formen sind nicht allzu filigran, da ist glutenfreier Teig eher undankbar. Wenn's zu sehr klebt, nehmen Sie noch etwas
zusätzliches Reismehl oder gem. Mandeln
Machen Sie alle Plätzchen etwa gleich groß (2-4 cm Durchmesser bzw. Kantenlänge), und setzen sie mit etwa so viel Abstand voneinander auf ein möglichst kaltes, mit Backpapier ausgelegtes Blech, wie die Plätzchen selbst groß sind. Lassen Sie die fertigen Plätzchen noch mindestens 30 Minuten, besser eine Stunde, ruhen. Dann können Sie die Bleche hintereinander weg auf mittlerer Schiene bei 180° Ober- und Unterhitze durch den Ofen laufen lassen, und es braucht immer ungefähr 15-20 Minuten, bis Sie ein Blech goldgelbe Plätzchen aus dem Ofen holen können. Die fertigen Plätzchen lagern Sie auf einen Rost um, und lassen sie da komplett abkühlen. Bewahren Sie sie in einer gut verschließbaren (Metall)-Dose an einem eher kühlen Platz auf.

Wenn Sie Bedenken haben, Flohsamenschalen in Verbindung mit manchen (insbesondere retardierenden) Medikamenten zu verwenden, besprechen Sie das bitte mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Wenn Sie die Eier ersetzen wollen, mischen Sie pro Ei 15g Kichererbsenmehl unter die trockenen Zutaten, und kneten pro Ei 45ml Milch zusammen mit der Margarine unter den Teig. Die glutenfreie Version backe ich lieber ohne Ei, weil ich es handwerklich einfacher finde, direkt eine Milchmenge zu haben, in der die Flohsamenschalen quellen können.

Das ist der Moment, an dem Sie alle Teige für bis zu drei Wochen einfrieren können: Dafür formen Sie etwa 3 cm dicke Rollen, umwickeln die mit Frischhaltefolie und legen sie in die Truhe. Optional, aber hilfreich: Sammeln Sie die Papprollen von Küchenrollen, schneiden die den langen Weg auf, schieben die mit Folie umwickelten Teigrollen hinein und kleben sie möglichst eng zusammengedrückt mit Tesa zu. Zum einen zerbeulen Sie sich die Teigrollen dann nicht mit irgendwas, was schon in der Truhe liegt, zum anderen werden die Plätzchen hinterher richtig schön rund. Zum Backen müssen Sie die Rollen dann nur noch auspellen, etwa 1 cm dicke Scheiben abschneiden und die kalt wie sie aus der Truhe kommen in den heißen Ofen schieben.

Calissons (glutenfrei)

Der Legende nach das Hochzeitsgeschenk, das Herzog René d'Anjou für seine Frau Jeanne de Laval aus Leckereien der Provence – Mandeln, Melonen und Orangen – kreieren ließ. Seit dem 16. Jahrhundert sind sie DIE Spezialität aus Aix-en-Provence. Bei uns gibt es sie zu Weihnachten, und wenn Sie eine Küchenmaschine und ein bisschen Geduld haben, kommen Sie in die Nähe des Originals.


Das sind die Zutaten:

Das passiert damit:

Schneiden Sie
150g kandierte Honigmelone
in größere Stücke und zermahlen sie zusammen mit
300g ganzen Mandeln (ohne Schale)
in der Mühle einer Küchenmaschine in mehreren Durchgängen so fein wie möglich. Verkneten Sie beides mit
50g Aprikosenmarmelade,
(ohne Stückchen, bzw. püriert)
200g Puderzucker
und
1-2 EL Orangenlikör.
Wenn die Zutaten noch auseinanderbröseln, geben Sie teelöffelweise Wasser dazu, bis alles aneinanderklebt, in etwa die Konsistenz von fester Marzipanrohmasse hat und Sie eine Kugel formen können. Legen Sie ein großes Stück Backpapier auf Ihre Arbeitsplatte, sieben ein bisschen Puderzucker dauf und rollen die Teigkugel 1 cm dick aus. Wenn es zu sehr klebt, helfen Sie sich mit ein bisschen mehr Puderzucker. Dann nehmen Sie einen runden Ausstecher von etwa 4,5 cm Durchmesser und stechen zunächst Kreise aus. Aus den Kreisen, die direkt nebeneinander liegen, stechen Sie mittig erneut Kreise aus, so dass die charakteristische Schiffchenform entsteht. Den übriggebliebenen Teig kneten Sie zusammen, rollen ihn erneut aus, stechen weitere Kreise aus, etc., bis sämtlicher Teig verbraucht ist. Falls der Teig an Ihrer Ausstechform kleben bleibt, spülen Sie sie zwischendurch mit Wasser ab. Je nachdem wie detailverliebt Sie sind, können Sie die Ränder noch mit einem Messer glattstreichen – ab jetzt bearbeiten Sie dabei die Unterseite der Calissons: Durch das Ausstechen ist die schärfer konturiert als die Oberseite, d.h., wenn Sie die ab jetzt als neue Oberseite nehmen (= das Plätzchen umdrehen), bekommen Sie schönere Plätzchen mit weniger ausgefransten Rändern. Die ausgestochenen Calissons legen Sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und lassen sie über Nacht bei Zimmertemperatur trocknen. Am nächsten Tag schlagen Sie
1 Eiweiß
mit
150g Puderzucker
nicht ganz steif. Die Mischung soll sehr zähflüssig, aber noch gut verstreichbar sein. Damit bestreichen Sie die Calissons. Am besten geht das, wenn Sie ein Messer benutzen und Sie so tun als würden Sie Ihr Brot bis zum Rand mit Butter bestreichen. Für's finish können Sie den Guss nochmal mit dem Finger nachziehen. Setzen Sie die Calissons zurück auf das mit Backpapier belegte Backblech und lassen sie über Nacht bei Zimmertemperatur trocknen.

Kandierte Melone in normalen Lebensmittelläden zu bekommen ist Glückssache. Ich bestelle sie im Internet.

Ergibt gut 90-100 Stück, und sie halten sich in einer verschlossenen Blechdose etwa einen Monat.

Suppenbild
Feigenhotdogs

Die gibt es bei uns schon ewig, hießen allerdings so lange einigermaßen unbestimmt "die mit den Feigen", bis ein Freund meinte, die sähen aber schon aus wie Hotdogs.
In einer verschlossenen Dose halten sie gut einen Monat.


Das sind die Zutaten:

Das passiert damit:

Schneiden Sie
getrocknete Feigen
(mit einer 350g-Tüte sollten Sie auskommen) in etwa 80 je etwa 5 mm dicke Scheiben, geben die in eine verschließbare Dose und gießen einen Finger breit
Wasser
dazu. Verschließen Sie die Dose, schütteln alles gut durch, gießen das überschüssige Wasser ab, und stellen die verschlossene Dose über Nacht in den Kühlschrank, damit die Feigen ein bisschen weicher werden: Das aufgenommene Wasser geben sie beim Backen wieder ab und bleiben dann schön saftig. Vermischen Sie
100g Zucker
mit
2 x Vanillezucker,
200g Mehl,
(Dinkel 630, alternativ Weizen 405 oder 550),
½ TL Backpulver
und
2 Tüten Vanillepuddingpulver
in einer Rührschüssel, und kneten dann
125g Butter oder Margarine
und
3-5 EL Milch
(oder eine pflanzliche Alternative) kurz und gründlich unter, bis Sie einen gut handhabbaren Teig haben. Den rollen Sie (ggf. mit ein bisschen zusätzlichem Mehl) 3 mm dick aus und stechen Kreise von etwa 5 cm Durchmesser aus. Legen Sie immer ein Stück Feige mittig auf ein Stück Teig, biegen die Seiten hoch und drücken die beiden Enden oben fest zusammen (siehe Foto). Setzen Sie die fertigen Plätzchen mit ein bisschen Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und backen sie im vorgeheizten Backofen bei 180° Ober- und Unterhitze 10-12 Minuten, bis sie goldgelb sind.

Den Teig können Sie auch für alles Mögliche andere benutzen: Anstatt der Feigenstücke können Sie auch schokolierte Erdnüsse einrollen und backen. Auch dabei machen Sie sich das Leben einfacher, wenn Sie den Teig erst einmal 3 mm dick ausrollen, Kreise von 5 cm Durchmesser ausstehen und die um die Erdnüsse drumrum formen.

Entweder lieben oder hassen tut man die Variante mit After Eight: Auch hier 3 mm dicke Kreise von 5 cm Durchmesser ausstechen, After-Eight-Stäbchen vierteln und die Viertel sorgfältig (!) einrollen. Diesen Keksen verpassen Sie bitte unbedingt Einzelhaft in einer separaten Dose, die Pfefferminze plättet sonst alles, was sonst noch drin ist.

Benutzen Sie bitte Ober- und Unterhitze, auch wenn Sie dann nur ein Blech im Ofen haben können. Kleingebäck wird bei Umluft trocken.

Kätchen Omas Walnussplätzchen

Dieses Rezept habe ich von meiner längst verstorbenen Schwiegeroma geerbt, und es bestätigt, dass Menschen erst dann tot sind, wenn niemand mehr an sie denkt: Nach wie vor ist bei uns erst Weihnachten, wenn es ihre einfach unschlagbaren Walnussplätzchen gibt.

Allerdings, eine Warnung vorab: Das sind echte Oma-Plätzchen, und sofern Sie nicht mindestens eine 16 auf Geduld gewürfelt haben, könnten Ihnen die zu aufwändig sein.


Das sind die Zutaten:

Das passiert damit:

Nehmen Sie sich eine große Schüssel, und sieben
300g Mehl,
(Dinkel 630, Weizen 405 oder 550) zusammen mit
1 Msp. Kardamom
hinein. Vermischen Sie beides gründlich mit
175g Zucker,
1 x Vanillezucker,
1 Prise Salz
und
150g gem. Walnüssen.
Dann geben Sie
1 Fläschchen Rumaroma,
3 Tropfen Bittermandelöl
und
200g Butter
(alternativ Margarine) dazu, und verkneten die Zutaten zu einem Mürbeteig. Je nach Zeitplanung können Sie den jetzt ein paar Stunden (oder auch über Nacht) kühl stellen, oder direkt weitermachen. Rollen Sie den Teig 3 mm dick aus, und stechen rundliche Plätzchen von etwa 5 cm Durchmesser aus. Dafür brauchen Sie noch ein bisschen
zusätzliches Mehl.
Die fertigen Teiglinge legen Sie mit Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech (4 in die eine, 5 in die andere Richtung). Der Teig ist nicht wirklich gutmütig und bröselt umso mehr auseinander, je gröber die Walnüsse sind. Deshalb kann es helfen, wenn Sie einen Tortenheber, einen Pfannenwender oder sonst was Flaches unter die Teigplatte schieben, das Teigstück darüber ausstechen und den Teigling damit aufs Bachblech legen. Wenn auch das noch zickt, rollen Sie den Teig auf einem auf Backblechgröße zugeschnittenen Stück Backpapier 3 mm dick aus, ziehen Backpapier und Teigplatte zusammen aufs Blech, stechen die Teiglinge aus und sammeln den Teig, der drumrumliegt, ein. Was hilft, ist den Teig, den Sie gerade nicht bearbeiten, möglichst kalt (Kühlschrank, Keller) zu halten. Wie auch immer Sie die Teiglinge aufs Blech bekommen haben – backen Sie sie im vorgeheizten Backofen bei 160° Ober- und Unterhitze etwa 12-15 Minuten lang. Verarbeiten Sie so den kompletten Teig, schieben immer nur ein Blech mittig in den Ofen, und lassen die Plätzchen nicht zu dunkel werden. Lagern Sie sie zum Abkühlen vorsichtig auf einen Rost um.
Auch hier können Sie unterbrechen: Entweder, Sie bewahren die Plätzchen in einer geschlossenen Dose auf, bis es weitergeht, oder kleben schon jetzt immer zwei Stück mit je
1 TL Johannisbeergelee
zusammen. Nehmen Sie immer die Unterseiten der Plätzchen als Klebefläche: Einmal sieht das schöner aus, außerdem haften die Plätzchen dann besser zusammen. Drücken Sie sie so lange zusammen, bis das Gelee kurz davor ist, seitlich rauszuquitschen, und nur so fest, dass die Plätzchen nicht zerbrechen. Die fertigen Doppeldecker schichten Sie zurück in die Dose, und lassen sie mindestens über Nacht ruhen. Länger ist ok; bei mir stehen sie immer so lange in diesem Zustand rum, bis ich alle Sorten fertig habe, auf die noch temperierte Kuvertüre kommt. Bis dahin können Sie aber schon einmal so viele schöne
Walnusshälften (etwa 60 Stück)
sammeln, wie Sie fertige Plätzchen herausbekommen haben. Im Idealfall sind die unten einigermaßen platt, dann halten sie hinterher besser.
Für's Finish sorgen Sie für ausreichend freie Flächen, und stellen die Plätzchen, die Walnusshälften und
200g temperierte Zartbitterkuvertüre
bereit (wie Sie Kuvertüre temperieren, finden Sie unter A-Z).
Dann verrühren Sie
50-100g Puderzucker
mit
3-4 EL Zitronensaft
zu einem gleichmäßigen, gut verstreichbaren Guss. Den pinseln Sie auf die Oberseite eines Plätzchens, tauchen eine Walnusshälfte halb in die Kuvertüre, platzieren sie mittig auf dem Plätzchen in den noch flüssigen Guss und legen das (jetzt fertige!!) Plätzchen zum Trocknen auf eine ebene Fläche. Stören Sie sich nicht daran, dass es wahrscheinlich ein paar Plätzchen braucht, bis Sie alle Komponenten so um sich rum auf der Arbeitsfläche verteilt haben, dass Sie zufrieden und im Flow sind, das entwickelt sich im Tun.

Nusseckenbild
Nussecken

Nicht ausschließlich weihnachtlich, aber sie gehören seit so langer Zeit zu meinen stammrezepten, dass meine Freundin gesagt hat, ohne sie sei meine Website nicht komplett.
Ergibt 40 Stück pro Blech, und sie halten in einer verschließbaren Dose (theoretisch) bis zu 4 Wochen.


Das sind die Zutaten:

Das passiert damit:

Fetten Sie 1 Backblech, bestäuben es mit Mehl und stellen es zur Seite. Für den Belag geben Sie
200g Margarine
mit
3 x Vanillezucker,
160g Zucker
und
4 EL Wasser
in einen Topf, erhitzen die Mischung bis kurz bevor sie kocht, rühren um und lassen sie abkühlen, bis Sie mit den anderen Arbeiten fertig sind. Wichtig ist, dass der Zucker sich komplett auflöst. Für den Boden sieben Sie
300g Mehl
(Weizen 405 oder 550, bzw. Dinkel 630), vermischen es mit
1 TL Backpulver,
3 x Vanillezucker
und
100g Zucker,
geben
2 Eier
und
130g Margarine
dazu und verkneten die Zutaten zügig zu einem Mürbeteig. Rollen Sie den Teig direkt auf dem Blech aus. Ggf. benötigen Sie dazu noch ein bisschen mehr Mehl, damit Ihnen Ihr Nudelholz nicht am Teig kleben bleibt. Stechen Sie ein paar Mal mit einer Gabel in den Boden, damit er beim Backen nicht beulig wird. Rühren Sie
200g Aprikosenmarmelade
(möglichst ohne Stückchen) mit
2 EL Rum
(alternativ: Wasser, wenn Sie keinen Rum da haben) glatt und bepinseln den Teigboden gleichmäßig damit.
Mahlen Sie
400g Haselnüsse
grob , und verrühren sie gründlich mit der Margarine-Mischung. Löffeln Sie die Nussmasse auf die Teigplatte und verteilen sie. Dafür nehmen Sie am besten eine Gabel und verzuppeln die Masse so lange, bis sie gleichmäßig verteilt ist. Dann nehmen Sie Ihr Nudelholz und rollen die Oberfläche platt – nur locker andrücken, nicht quetschen. Backen Sie die Platten bei 180° Ober- und Unterhitze 25 – 30 Minuten, und schneiden sie SOFORT wenn sie aus dem Ofen kommen in Dreiecke. Lassen Sie die Ecken (ruhig auf dem Blech, je weniger Sie sie ab jetzt bewegen, desto weniger gehen kaputt) kalt werden. Veredeln Sie die Ecken mit
etwa 200g Zartbitterkuvertüre.
Dafür nehmen Sie am besten ein Messer und streichen die temperierte Kuvertüre auf die Nussecken wie sonst die Butter auf's Brot, das geht besser als mit einem Pinsel.

Das sind die Zutaten:

Das passiert damit:

Fetten Sie 2 Backbleche, bestäuben sie mit Mehl und stellen sie zur Seite. Für den Belag geben Sie
400g Margarine
mit
6 x Vanillezucker,
320g Zucker
und
8 EL Wasser
in einen Topf, erhitzen die Mischung bis kurz bevor sie kocht, rühren um und lassen sie abkühlen, bis Sie mit den anderen Arbeiten fertig sind. Wichtig ist, dass der Zucker sich komplett auflöst. Für den Boden sieben Sie
600g Mehl
(Weizen 405 oder 550, bzw. Dinkel 630), vermischen es mit
2 TL Backpulver,
6 x Vanillezucker
und
200g Zucker,
geben
4 Eier
und
260g Margarine
dazu und verkneten die Zutaten zügig zu einem Mürbeteig. Halbieren Sie den Teig und rollen ihn direkt auf den Blechen aus. Ggf. benötigen Sie dazu noch ein bisschen mehr Mehl, damit Ihnen Ihr Nudelholz nicht am Teig kleben bleibt. Stechen Sie ein paar Mal mit einer Gabel in den Boden, damit er beim Backen nicht beulig wird. Rühren Sie
400g Aprikosenmarmelade
(möglichst ohne Stückchen) mit
4 EL Rum
(alternativ: Wasser, wenn Sie keinen Rum da haben) glatt und bepinseln den Teigboden gleichmäßig damit.
Mahlen Sie
800g Haselmüsse
grob , und verrühren sie gründlich mit der Margarine-Mischung. Löffeln Sie die Nussmasse auf die Teigplatte und verteilen sie. Dafür nehmen Sie am besten eine Gabel und verzuppeln die Masse so lange, bis sie gleichmäßig verteilt ist. Dann nehmen Sie Ihr Nudelholz und rollen die Oberfläche platt – nur locker andrücken, nicht quetschen. Backen Sie die Platten bei 180° Ober- und Unterhitze 25 – 30 Minuten, und schneiden sie SOFORT wenn sie aus dem Ofen kommen in Dreiecke. Lassen Sie die Ecken (ruhig auf dem Blech, je weniger Sie sie ab jetzt bewegen, desto weniger gehen kaputt) kalt werden. Veredeln Sie die Ecken mit
etwa 400g Zartbitterkuvertüre.
Dafür nehmen Sie am besten ein Messer und streichen die temperierte Kuvertüre auf die Nussecken wie sonst die Butter auf's Brot, das geht besser als mit einem Pinsel.

Wenn Cholesterin für Sie ein Thema ist und Sie keine Eier verwenden wollen, können Sie alternativ pro Ei 15g Kichererbsenmehl und 45 ml Milch (oder eine andere Flüssigkeit) benutzen.

Dass es grob gemahlene Nüsse sind, ist wirklich wichtig. Wenn Sie nicht die Möglichkeit haben Nüsse selbst zu mahlen, können Sie alternativ eine Hälfte gemahlene, und eine Hälfte gehackte Nüsse verwenden - bitte niemals, niemals, niemals nur fertig gemahlene Nüsse nehmen. Die sind zu fein, und damit wird der Belag so hart, dass Sie mit der Hilti dran müssen.

Bild vom Essen
Omma Monikas Berliner Brot

Das einzige Rezept auf dieser Website, das ich nicht selbst schon n-1 mal gemacht habe: Für Berliner Brot ist meine Mutter zuständig. Sie backt das, sobald es im Herbst den ersten Farinzucker gibt, quadratmeterweise, und der Verteiler wird jedes Jahr größer.


Das sind die Zutaten:

Das passiert damit:

Nehmen Sie sich eine große Rührschüssel, und sieben
500g Mehl
(Dinkel 630, alternativ Weizen 405 oder 550) etappenweise zusammen mit
1 TL Zimt,
1 TL Nelkenpfeffer,
2-3 TL Kakao,
½ Päckchen Backpulver
(ruhig mathematisch nicht völlig korrekt die etwas größere Hälfte des Päckchens) und
500g Farinzucker
durch. Diese Zusammen-Sieberei ist zwar echter Fieselkram und dauert ehrlicherweise ein bisschen, vermischt den recht klebrigen Farinzucker aber deutlich besser mit den restlichen Zutaten, als ihn einfach nur unterzurühren. Das ist der Grund dafür, dass das fertige Berliner Brot so irre locker und saftig wird!! Wenn das erledigt ist, graben Sie ein Loch in die Mitte, schlagen
2 Eier
hinein, und gießen zunächst
1 Tasse Milch
(oder eine pflanzliche Alternative Ihrer Wahl) dazu. Verrühren Sie die trockenen und die flüssigen Zutaten zunächst mit einem Löffel oder Silikonspatel miteinander, und geben dann nach und nach noch so viel
Milch
mehr dazu, bis Sie einen sehr zähflüssigen Teig haben. An dieser Stelle noch ein paar Minuten mit dem elektrischen Handmixer durchrühren (und, für alle, die wirklich das Optimum rausholen wollen: anschließend nochmal mit der Hand reingreifen und die letzten, übrig gebliebenen Zucker-Knübbelchen auch noch zerreiben), schadet nicht. Am Schluss ziehen Sie dann noch
400g Nüsse
(möglichst qualitativ hochwertige, dicke, z.B. Römer, alternativ Mandeln, oder beliebig gemischt) unter, und rühren so lange weiter, bis Sie auch die gleichmäßig verteilt haben. Gießen Sie den Teig auf ein tiefes, gefettetes und mit Mehl ausgestäubtes Backblech und schieben das in den auf 200° Umluft vorgeheizten Backofen (wenn Sie nur ein Blech backen, bei mehreren Blechen entsprechend verteilt). Wenn Sie es mögen, dass Ihr Berliner Brot glänzt wenn es fertig ist, sollten Sie es nach 15 Minuten Backzeit kurz aus dem Ofen holen, mit
Milch
einpinseln und dann weiter backen. Das Berliner Brot braucht 20-30 Minuten, aber Sie sollten schon nach 20 Minuten das erste Mal gucken, ob es fertig ist: Entweder piecken Sie mit einem Holzstäbchen rein und prüfen, ob da noch Teig dran kleben bleibt. Oder Sie hebeln die Teigplatte an einer Seite vorsichtig mit einem Heber hoch: Wenn sie sich löst, ist das Berliner Brot gut. Wenn nicht, schieben Sie das Blech zurück in den Ofen und geben ihm noch ein bisschen. Wenn es fertig ist, holen Sie es aus dem Ofen, und schneiden die Teigplatte noch auf dem Backblech in 4 gleich große Teile. Die heben Sie vorsichtig auf mehrere Roste, und lassen sie da komplett auskühlen. Erst dann schneiden Sie sie mit einem möglichst scharfen Messer in Streifen in der von Ihnen gewünschten Größe.

Als Eiersatz funktionieren auch hier je Ei 15g Kichererbsenmehl (mit den festen Zutaten vermischt) und je Ei 45 ml Milch (die geben Sie zu der anderen Milch, die in den Teig kommt).

Printen

Sobald Sie das erste Blech im Ofen haben, riecht es nach Weihnachten.
Die fertigen Plätzchen halten Monate und werden einigermaßen hart – ideal, wenn Sie eine Krippe oder ein 3D-Puzzle backen wollen.


Das sind die Zutaten:

Das passiert damit:

Geben Sie
125g Honig,
25g braunen Zucker,
25g Farinzucker
(wenn Sie den nur für dieses Rezept kaufen würden, alternativ weitere 25g braunen Zucker) und
50g Butter oder Margarine
in einen Topf, und erhitzen die Mischung unter gelegentlichem Umrühren. Sobald sie anfängt zu kochen, stellen Sie den Herd auf 0, und ziehen den Topf von der Platte. Lassen Sie die Mischung abkühlen, und rühren Sie auch dabei hin und wieder mal um. Der Zucker soll sich komplett auflösen.
Parallel vermischen Sie
250g Mehl
(Dinkel 630, alternativ Weizen 405 oder 550) mit
50g Grümmel,
(fein zerstoßenem Kandis),
1 TL Backpulver
und
2 TL Lebkuchengewürz .
Nach etwa 10 Minuten hat die Honigmischung sich soweit abgekühlt, dass Sie weitermachen können: Drücken Sie eine große Mulde in die Mehlmischung, und gießen die Honigmischung hinein. Geben Sie
1 Ei
dazu und rühren die Zutaten so lange mit einem Löffel oder Silikonschaber zusammen wie das gut funktioniert, ab dann nehmen Sie eine Hand: Der Teig ist extrem klebrig, da ist es gut, wenn Sie mit der zweiten Hand noch etwas anfassen können. Der fertige Teig sollte ruhen, mindestens 30 Minuten, wenn das organisatorisch passt auch gerne über Nacht. Anschließend können Sie ihn mithilfe etwas zusätzlichen Mehls zwischen 3 und 9 mm dick ausrollen und beliebige Formen ausstechen oder -schneiden. Setzen Sie die fertigen Plätzchen mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech, bepinseln sie mit
Milch
(bzw. einer pflanzlichen Alternative) und backen sie im vorgeheizten Backofen bei 170° Ober- und Unterhitze je nach Dicke 10-20 Minuten, bis sie gleichmäßig mittelbraun sind.

Sofern Sie die fertig gebackenen Plätzchen noch bearbeiten wollen (ein Loch reinstechen, wenn Sie ein Band durchfädeln und sie in den Baum oder ins Fenster hängen, oder Krippenteile nachbearbeiten wollen, damit Sie sie zusammenstecken können etc.), machen Sie das unbedingt sofort, nachdem Sie sie aus dem Ofen geholt haben. Wenn die Plätzchen einmal kalt sind, sind sie dafür zu hart.

Benutzen Sie bitte Ober- und Unterhitze, auch wenn Sie dann nur ein Blech im Ofen haben können. Kleingebäck wird bei Umluft trocken.

Falls Sie eine größere Aktion vorhaben, viel Lebkuchengewürz brauchen und das nach einem ungläubigen Blick auf die Preise der fertigen Mini-Tütchen lieber selbst mischen wollen: Ich fahre gut mit je 1g Koriander und Kardamom, je 2g Muskat, Sternanis, Ingwer, Nelke, je 3g Zitronen- und Orangenschale, und 4g Zimt.

Wenn Sie das Ei ersetzen wollen, ziehen Sie 15g Kichererbsenmehl unter die Mehlmischung und geben 45 ml Milch zum Teig.

Schneeflocken

Nicht abschrecken lassen:
Sieht kompliziert aus, isses aber nicht.


Das sind die Zutaten:

Das passiert damit:

Sieben Sie
200g Mehl
(Dinkel 630, alternativ Weizen 550 oder 405) in eine Schüssel, und rühren
50g weißen Zucker
hinein. Dann schmelzen Sie
50g weiße Kuvertüre,
und gießen sie über die Mehlmischung. Geben Sie noch
150g Margarine
(oder Butter, wenn Ihnen das lieber ist) und
1/2 Ei
dazu, und verkneten den Teig zügig zu einem glatten, noch sehr weichen Teig. Den wickeln Sie in ein Stück Frischhaltefolie, und stellen ihn für ein paar Stunden, besser über Nacht, in den Kühlschrank.
Nach der Kühlzeit rollen Sie den Teig 6 mm dick aus, und stechen Sterne in der von Ihnen gewünschten Größe aus. (Die Sterne auf dem Foto sind von Zacke zu Zacke 5 cm groß). Dazu brauchen Sie noch ein bisschen
zusätzliches Mehl.
Damit die Plätzchen hinterher aussehen wie Schneeflocken, sollten Sie eine 6eckige, ein bisschen schnörkelige Ausstechform benutzen. Setzen Sie die Teiglinge mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech, und backen sie auf der mittleren Schiene bei 160° Ober- und Unterhitze 10-15 Minuten, bis sie leicht goldgelb, und auf keinen Fall braun sind. Nehmen Sie die Plätzchen vom Blech, und lassen sie auf einem Rost komplett auskühlen. Danach können Sie sie entweder noch am gleichen Tag fertig machen, oder bis zu 2 Wochen in einer gut verschließbaren Dose aufbewahren und das dann machen.
Für's Finish temperieren Sie
etwa 250g weiße Kuvertüre,
(siehe A-Z) und tauchen die Plätzchen hinein. Wichtig dabei: Nachdem Sie die fertig temperierte Kuvertüre glattgerührt haben, vibrieren Sie den Topf ein bisschen hin und her, bis sie eine glatte Oberfläche hat. Jetzt nehmen Sie immer einen Stern, halten ihn mit spitzen Fingern genau waagerecht über die Kuvertüre, und senken ihn auch genau waagerecht ab und hinein. Achten Sie darauf, dass Sie wirklich alle Zacken in die Kuvertüre getunkt haben, und dann ziehen Sie das Plätzchen langsam, gleichmäßig und auch hier genau waagerecht wieder nach oben. Lassen Sie überflüssige Kuvertüre abfließen, und wenn nichts mehr tropft, drehen Sie das Plätzchen mit einer fließenden Bewegung – nicht zu schwungvoll, aber auch keine Zeitlupe – um 180° herum. Setzen Sie die Plätzchen vorsichtig auf einer waagerechten Fläche ab, und lassen die Kuvertüre komplett aushärten. Gehen Sie davon aus, dass Sie ein paar Plätzchen brauchen, bis das gut läuft, aber dann macht sich die Optik von alleine. Es kann sein, dass die Kuvertüre irgendwann ein bisschen zu fest wird. Dann stellen Sie sie für wenige (!!!) Sekunden bei 300 Watt in die Mikrowelle, rühren gut um und machen weiter. Am besten, Sie legen sich ein Küchenkrepp in Reichweite, damit Sie sich zwischendurch immer mal wieder die Finger abwischen können.

Alternativ: 1 Eiweiß, oder 5g Kichererbsenmehl und 20 ml Milch – kein ganzes Eigelb, dann wird der Teig zu mürbe und die Plätzchen zerbröseln Ihnen hinterher beim Bearbeiten.

Bild vom Essen
Schoko-Shortbread (mit oder ohne Gluten)

Wenn Sie Schokoladenliebhaber glücklich machen wollen, sind Sie hier genau richtig.


Das sind die Zutaten:

Das passiert damit:

Wickeln Sie
250g Butter
aus der Verpackung, legen den Klotz in eine Rührschüssel und lassen ihn über Nacht bei Raumtemperatur weich werden. Am nächsten Tag geben Sie
100g Zucker
(ganz normalen, weißen Haushaltszucker) zur Butter, und mixen beides mit den Mixstäben Ihres Handrührgerätes zusammen. Streichen Sie dabei immer mal wieder das, was an den Rand der Schüssel spritzt, mit einem Silikonschaber zusammen und geben es zurück zur Masse. Für lockeres und mürbes Shortbread ist wichtig, dass Sie so lange schlagen, bis die Butter viel Luft aufgenommen hat und richtig fluffig ist, und deshalb sollten Sie sich dafür wirklich knapp 10 Minuten Zeit nehmen. (Wenn Ihre musikalische Heimat in den 70ern liegt, bietet sich zum Zeit Überbrücken Stairway to Heaven von Led Zeppelin an, aktueller wäre Work von Rihanna ft. Drake, oder generationsübergreifend Hey Jude von den Beatles). Anschließend wiegen Sie
300g Mehl
(Dinkel 630, alternativ Weizen 405 oder 550) und
75g Reismehl
ab, und sieben beides zusammen mit
55g Kakao
und
1 gestr. TL Salz (4g)
(bei salzarmer Ernährung ggf. nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt die Mischung 75 % NaCl / 25 % KCl, siehe Salz) über die Butter-Zucker-Mischung. Lassen Sie
75g dunkle Kuvertüre
schmelzen (wenn Sie das in Mini-Etappen bei 400 Watt machen und häufig umrühren, klappt das gut in der Mikrowelle), gießen auch die dazu und arbeiten alles zusammen mit den Mehlen zügig zuerst mit einem Silikonspatel, dann mit den Händen unter. Hier sollten Sie nur gerade so lange kneten, bis Sie eine homogene Masse haben, damit Sie die mühsam in die Butter-Zucker-Mischung gemixte Luft nicht wieder rausdrücken. Wie beim "normalen" Shortbread können Sie jetzt beliebige Formen ausstechen, klassisch sind allerdings entweder Fingers (siehe Bild), Rounds oder Petticoat Tails. Für Fingers können Sie den Teig direkt auf einem Backpapier 1 cm dick zu einer großen, rechteckigen Teigplatte ausrollen und daraus kleine Rechtecke in der von Ihnen gewünschten Größe zuschneiden. Für Petticoat Tails rollen Sie den Teig ebenfalls 1 cm dick aus, stechen große Kreise (etwa 8 – 10 cm Durchmesser) aus, setzen die auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und schneiden sie in 8 gleich große Segmente. Die einzelnen Stücke bleiben direkt nebeneinander liegen, Sie backen also entweder eine große Platte (für die Fingers) oder +/- 6 Scheiben (für die Petticoat Tails) pro Blech. Wenn Sie mögen, können Sie mit einer Gabel Verzierungen in den Teig piecken. Backen Sie Ihr Shortbread bei 160° Ober- und Unterhitze etwa 30-35 Minuten . Wenn Sie das Shortbread aus dem Ofen holen, sollten die Schnitte, die Sie vor dem Backen gemacht haben, zwar zusammengebacken, aber noch gut sichtbar sein. Danach können Sie sich jetzt richten und die einzelnen Stücke zuschneiden. Machen Sie das am besten mit einem großen, scharfen Messer, und unmittelbar nachdem das Gebäck aus dem Ofen kommt. Auch die Pünktchen, die Sie mit der Gabel hineingestochen haben, können Sie jetzt noch einmal nachziehen. Lassen Sie die fertigen Stücke auf einem Rost komplett auskühlen, und bewahren Sie das Shortbread in einer gut verschließbaren Blechdose auf.

Das sind die Zutaten:

Das passiert damit:

Wickeln Sie
250g Butter
aus der Verpackung, legen den Klotz in eine Rührschüssel und lassen ihn über Nacht bei Raumtemperatur weich werden. Am nächsten Tag geben Sie
100g Zucker
(ganz normalen, weißen Haushaltszucker) zur Butter, und mixen beides mit den Mixstäben Ihres Handrührgerätes zusammen. Streichen Sie dabei immer mal wieder das, was an den Rand der Schüssel spritzt, mit einem Silikonschaber zusammen und geben es zurück zur Masse. Unabhängig davon, ob Sie glutenhaltiges oder glutenfreies Shortbread backen, ist es wichtig, dass Sie so lange schlagen, bis die Butter viel Luft aufgenommen hat und richtig fluffig ist, und deshalb sollten Sie sich dafür wirklich knapp 10 Minuten Zeit nehmen – wenn Sie glutenfrei backen, erzielen Sie damit in diesem Fall zusätzlich noch die notwendige Bindung. (Falls Sie Kind der 90er sind – einmal The Verve, die Maxi von Bitter Sweet Symphony hören, dabei laut mitsingen … Sie wissen schon …) Anschließend wiegen Sie
190g Reismehl
und
190g Kartoffelstärke
ab, und sieben beides zusammen mit
55g Kakao
und
1 gestr. TL Salz (4g)
(bei salzarmer Ernährung ggf. nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt die Mischung 75 % NaCl / 25 % KCl, siehe Salz) über die Butter-Zucker-Mischung. Lassen Sie
75g dunkle Kuvertüre
schmelzen (wenn Sie das in Mini-Etappen bei 400 Watt machen und häufig umrühren, klappt das gut in der Mikrowelle), gießen auch die dazu. Arbeiten Sie die Mehle, das Salz und die flüssige Kuvertüre vorsichtig mit einem Silikonspatel unter die Butter-Zucker-Mischung, und falten die Zutaten eher zusammen, als dass Sie sie kneten. Machen Sie das nur so lange, bis Sie eine homogene Mischung haben, damit Sie die akribisch in die Butter-Zucker-Mischung gemixte Luft nicht wieder rausdrücken. Der Teig ist weicher als glutenhaltiger Shortbreadteig, deshalb ist es für die Weiterverarbeitung am einfachsten, wenn Sie ihn nicht auf einer größeren Fläche ausrollen (geht auch, läuft aber beim Backen auseinander), sondern die Fläche begrenzen und z.B. eine Auflauf- oder Springform (26 cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen, das leicht mit etwas zusätzlichem Reismehl oder Kakao bestreuen und ihn darauf glattstreichen oder -drücken; je nachdem, was besser funktioniert. Wenn die Teigoberfläche am Schaber festklebt, können Sie sich das Leben auch da mit etwas zusätzlich drübergestreutem Reismehl bzw. Kakaopulver etwas einfacher machen. Die Teigplatte wie bei glutenhaltigem Teig einschneiden oder mit einer Gabel Pünktchen zur Verzierung reinstechen müssen Sie nicht, das verschwindet beim Backen ohnehin alles. Lassen Sie Ihr Shortbread noch eine halbe Stunde ruhen, und backen es dann bei 160° Ober- und Unterhitze etwa 35-40 Minuten. Holen Sie es aus dem Ofen, schneiden die Teigplatte noch heiß mit einem möglichst scharfen Messer in Stücke der von Ihnen gewünschten Größe, und lassen es komplett auskühlen. Bewahren Sie das Shortbread in einer gut verschließbaren Dose auf, und bewegen die Stücke möglichst wenig: Sie sind wirklich sehr, sehr mürbe, und zerbröseln extrem leicht.

Shortbread heißt nicht so, weil es "kurz", sondern, weil es "krümelig" oder "mürbe" ist – das ist die ältere Bedeutung des Wortes "short". Das Gebäck hat seinen Ursprung in Schottland und die Textur wird durch die Kombination der Zutaten erreicht: Das Gebäck besteht aus einem Teil weißem Zucker, zwei Teilen Butter, drei Teilen Mehl plus etwas Salz. Bei "normalem" Shortbread verhindert der hohe Fettanteil, dass das im Getreide enthaltene Gluten elastische Proteinketten aufbauen kann; deshalb wird häufig (wie auch in den anderen Shortbread-Rezepten auf meiner Website) Reismehl beigemischt, um den Glutengehalt zusätzlich zu reduzieren. Das und die hineingeschlagene Luft machen das Gebäck mürbe. Mit ausschließlich glutenfreien Mehlen schlägt man dementsprechend zwei Fliegen mit einer Klappe, und das Gebäck wird noch mürber als die Originalversion. Und bei allem Bemühen, Cholesterin zu reduzieren: Shortbread backe ich mit Butter oder gar nicht.

Benutzen Sie bitte Ober- und Unterhitze, auch wenn Sie dann nur ein Blech im Ofen haben können. Kleingebäck wird bei Umluft trocken.

Für Rounds formen Sie etwa 5 cm dicke Rollen, schneiden die in 1 cm dicke Scheiben und backen diese bei gleicher Temperatur. Die Backzeit ist etwas kürzer, 25-30 Minuten.

Falls Sie mehrere Sorten Schortbread backen, setzen Sie ein paar Stücke von den hellen zu denen mit Schokolade: Die brauchen alle gleich lange, und an den hellen können Sie besser erkennen, wann die Plätzchen gut sind.

Shortbread (mit oder ohne Gluten)

Schottisches Highlight.


Das sind die Zutaten:

Das passiert damit:

Wickeln Sie
250g Butter
aus der Verpackung, legen den Klotz in eine Rührschüssel und lassen ihn über Nacht bei Raumtemperatur weich werden. Am nächsten Tag geben Sie
125g Zucker
(ganz normalen, weißen Haushaltszucker) dazu, und mixen beides mit den Mixstäben Ihres Handrührgerätes zusammen. Streichen Sie dabei immer mal wieder das, was an den Rand der Schüssel spritzt, mit einem Silikonschaber zusammen und geben es zurück zur Masse. Für lockeres und mürbes Shortbread ist wichtig, dass Sie so lange schlagen, bis die Butter viel Luft aufgenommen hat und richtig fluffig ist, und deshalb sollten Sie sich dafür wirklich knapp 10 Minuten Zeit nehmen. (Falls Sie Kind der 80er sind – einmal die Maxi von Purple Rain hören). Anschließend wiegen Sie
300g Mehl
(Dinkel 630, alternativ Weizen 405 oder 550) und
75g Reismehl
ab, und sieben beides zusammen mit
1 gestr. TL Salz (4g)
(bei salzarmer Ernährung ggf. nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt die Mischung 75 % NaCl / 25 % KCl, siehe Salz) über die Butter-Zucker-Mischung. Arbeiten Sie die Mehle zügig zuerst mit einem Silikonspatel, dann mit den Händen unter. Hier sollten Sie nur gerade so lange kneten, bis Sie eine homogene Masse haben, damit Sie die akribisch in die Butter-Zucker-Mischung gemixte Luft nicht wieder rausdrücken. Im Prinzip können Sie jetzt beliebige Formen ausstechen, klassisch sind allerdings entweder Fingers, Rounds oder Petticoat Tails. Für Fingers können Sie den Teig direkt auf einem Backpapier 1 cm dick zu einer großen, rechteckigen Teigplatte ausrollen und daraus kleine Rechtecke in der von Ihnen gewünschten Größe zuschneiden. Die einzelnen Stücke bleiben direkt nebeneinander liegen, Sie backen also eine große Platte. Wenn Sie mögen, können Sie mit einer Gabel Verzierungen in den Teig piecken. Backen Sie Ihr Shortbread bei 160° Ober- und Unterhitze etwa 30-35 Minuten und lassen es auf gar keinen Fall zu dunkel werden. Wenn Sie das Shortbread aus dem Ofen holen, sollten die Schnitte, die Sie vor dem Backen gemacht haben, zwar zusammengebacken, aber noch gut sichtbar sein. Danach können Sie sich jetzt richten und die einzelnen Stücke zuschneiden. Machen Sie das am besten mit einem großen, scharfen Messer, und unmittelbar nachdem das Gebäck aus dem Ofen kommt. Auch die Pünktchen, die Sie mit der Gabel hineingestochen haben, können Sie jetzt noch einmal nachziehen. Lassen Sie die fertigen Stücke auf einem Rost komplett auskühlen, und bewahren Sie das Shortbread in einer gut verschließbaren Blechdose auf.

Das sind die Zutaten:

Das passiert damit:

Wickeln Sie
250g Butter
aus der Verpackung, legen den Klotz in eine Rührschüssel und lassen ihn über Nacht bei Raumtemperatur weich werden. Am nächsten Tag geben Sie
125g Zucker
(ganz normalen, weißen Haushaltszucker) dazu, und mixen beides mit den Mixstäben Ihres Handrührgerätes zusammen. Streichen Sie dabei immer mal wieder das, was an den Rand der Schüssel spritzt, mit einem Silikonschaber zusammen und geben es zurück zur Masse. Für lockeres und mürbes Shortbread ist wichtig, dass Sie so lange schlagen, bis die Butter viel Luft aufgenommen hat und richtig fluffig ist, und deshalb sollten Sie sich dafür wirklich knapp 10 Minuten Zeit nehmen. (Falls Sie Kind der 80er sind – einmal die Maxi von Purple Rain hören). Anschließend wiegen Sie
300g Mehl
(Dinkel 630, alternativ Weizen 405 oder 550) und
75g Reismehl
ab, und sieben beides zusammen mit
1 gestr. TL Salz (4g)
(bei salzarmer Ernährung ggf. nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt die Mischung 75 % NaCl / 25 % KCl, siehe Salz) über die Butter-Zucker-Mischung. Arbeiten Sie die Mehle zügig zuerst mit einem Silikonspatel, dann mit den Händen unter. Hier sollten Sie nur gerade so lange kneten, bis Sie eine homogene Masse haben, damit Sie die akribisch in die Butter-Zucker-Mischung gemixte Luft nicht wieder rausdrücken. Im Prinzip können Sie jetzt beliebige Formen ausstechen, klassisch sind allerdings entweder Fingers, Rounds oder Petticoat Tails. Für Petticoat Tails rollen Sie den Teig 1 cm dick aus, stechen große Kreise (etwa 8 – 10 cm Durchmesser) aus, setzen die auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und schneiden sie in 8 gleich große Segmente. Die einzelnen Stücke bleiben direkt nebeneinander liegen, Sie backen also +/- 6 Scheiben pro Blech. Wenn Sie mögen, können Sie mit einer Gabel Verzierungen in den Teig piecken. Backen Sie Ihr Shortbread bei 160° Ober- und Unterhitze etwa 30-35 Minuten und lassen es auf gar keinen Fall zu dunkel werden. Wenn Sie das Shortbread aus dem Ofen holen, sollten die Schnitte, die Sie vor dem Backen gemacht haben, zwar zusammengebacken, aber noch gut sichtbar sein. Danach können Sie sich jetzt richten und die einzelnen Stücke zuschneiden. Machen Sie das am besten mit einem großen, scharfen Messer, und unmittelbar nachdem das Gebäck aus dem Ofen kommt. Auch die Pünktchen, die Sie mit der Gabel hineingestochen haben, können Sie jetzt noch einmal nachziehen. Lassen Sie die fertigen Stücke auf einem Rost komplett auskühlen, und bewahren Sie das Shortbread in einer gut verschließbaren Blechdose auf.

Das sind die Zutaten:

Das passiert damit:

Wickeln Sie
250g Butter
aus der Verpackung, legen den Klotz in eine Rührschüssel und lassen ihn über Nacht bei Raumtemperatur weich werden. Am nächsten Tag geben Sie
125g Zucker
(ganz normalen, weißen Haushaltszucker) dazu, und mixen beides mit den Mixstäben Ihres Handrührgerätes zusammen. Streichen Sie dabei immer mal wieder das, was an den Rand der Schüssel spritzt, mit einem Silikonschaber zusammen und geben es zurück zur Masse. Unabhängig davon, ob Sie glutenhaltiges oder glutenfreies Shortbread backen, ist es wichtig, dass Sie so lange schlagen, bis die Butter viel Luft aufgenommen hat und richtig fluffig ist, und deshalb sollten Sie sich dafür wirklich knapp 10 Minuten Zeit nehmen – wenn Sie glutenfrei backen, erzielen Sie damit in diesem Fall zusätzlich noch die notwendige Bindung. (Falls Sie Kind der 90er sind – einmal die Maxi von November Rain hören, und das wirklich ikonische Gitarren-Solo von Slash genießen). Anschließend wiegen Sie
190g Reismehl
und
190g Kartoffelsärke
ab, und sieben beides zusammen mit
1 gestr. TL Salz (4g)
(bei salzarmer Ernährung ggf. nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt die Mischung 75 % NaCl / 25 % KCl, siehe Salz) über die Butter-Zucker-Mischung. Arbeiten Sie die Mehle vorsichtig mit einem Silikonspatel unter, und falten die Massen eher zusammen, als dass Sie sie kneten. Machen Sie das nur so lange, bis Sie eine homogene Mischung haben, damit Sie die akribisch in die Butter-Zucker-Mischung gemixte Luft nicht wieder rausdrücken. Der Teig ist weicher als glutenhaltiger Shortbreadteig, deshalb ist es für die Weiterverarbeitung am einfachsten, wenn Sie ihn nicht auf einer größeren Fläche ausrollen (geht auch, läuft aber beim Backen auseinander), sondern die Fläche begrenzen und z.B. eine Auflauf- oder Springform (26 cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen, das leicht mit etwas zusätzlichem Reismehl bestreuen und ihn darauf glattstreichen oder -drücken; je nachdem, was besser funktioniert. Wenn die Teigoberfläche am Schaber festklebt, können Sie sich das Leben auch da mit etwas zusätzlich drübergestreutem Reismehl etwas einfacher machen. Die Teigplatte wie bei glutenhaltigem Teig einschneiden oder mit einer Gabel Pünktchen zur Verzierung reinstechen müssen Sie nicht, das verschwindet beim Backen ohnehin alles. Lassen Sie Ihr Shortbread noch eine halbe Stunde ruhen, und backen es dann bei 160° Ober- und Unterhitze etwa 35-40 Minuten und lassen es auf gar keinen Fall zu dunkel werden. Holen Sie es aus dem Ofen, schneiden die Teigplatte noch heiß mit einem möglichst scharfen Messer in Stücke der von Ihnen gewünschten Größe, und lassen es komplett auskühlen. Bewahren Sie das Shortbread in einer gut verschließbaren Dose auf, und bewegen die Stücke möglichst wenig: Sie sind wirklich sehr, sehr mürbe, und zerbröseln extrem leicht.

Shortbread heißt nicht so, weil es "kurz", sondern, weil es "krümelig" oder "mürbe" ist – das ist die ältere Bedeutung des Wortes "short". Das Gebäck hat seinen Ursprung in Schottland und die Textur wird durch die Kombination der Zutaten erreicht: Das Gebäck besteht aus einem Teil weißem Zucker, zwei Teilen Butter, drei Teilen Mehl plus etwas Salz. Bei "normalem" Shortbread verhindert der hohe Fettanteil, dass das im Getreide enthaltene Gluten elastische Proteinketten aufbauen kann; deshalb wird häufig (wie auch in den anderen Shortbread-Rezepten auf meiner Website) Reismehl beigemischt, um den Glutengehalt zusätzlich zu reduzieren. Das und die hineingeschlagene Luft machen das Gebäck mürbe. Mit ausschließlich glutenfreien Mehlen schlägt man dementsprechend zwei Fliegen mit einer Klappe, und das Gebäck wird noch mürber als die Originalversion. Und bei allem Bemühen, Cholesterin zu reduzieren: Shortbread backe ich mit Butter oder gar nicht.

Benutzen Sie bitte Ober- und Unterhitze, auch wenn Sie dann nur ein Blech im Ofen haben können. Kleingebäck wird bei Umluft trocken.

Eine geschmacklich schöne Abwandlung ist Ingwershortbread: Sieben Sie 1 TL gem. Ingwer zusammen mit dem Mehl durch, und ziehen noch 55g kleingeschnittenen, kandierten Ingwer unter den Teig. Wenn Sie mehrere Sorten backen, markieren Sie sie am besten unterschiedlich (z.B. eine Sorte mit einer Gabel einstechen, die andere nicht), damit Sie die fertigen Plätzchen leicht unterscheiden können.

Für Rounds formen Sie etwa 5 cm dicke Rollen, schneiden die in 1 cm dicke Scheiben und backen diese bei gleicher Temperatur. Die Backzeit ist etwas kürzer, 25-30 Minuten.