Weihnachten
Der eine macht Autogenes Training, die andere meditiert. Ich backe Plätzchen.
Dieser Teil der Website läuft außer Konkurrenz: Diese Rezepte haben nichts mit fett- und auch nur marginal mit zuckerreduziert zu tun; wirklich gesund ist das hier alles nicht … Für alle, für die Weihnachten trotz allem Weihnachten ist … kleine Mengen zum Genießen sind ja doch oft noch drin, und Freunde und Nachbarn sind schließlich auch noch da.
A-Z Weihnachten
Im Idealfall jede Sorte in einer eigenen, dicht schließenden Dose, damit jeder Geschmack und jeder Geruch für sich bleibt. Ich nehme (und kann beim besten Willen nicht objektiv erklären warum) nur Metalldosen, weil ein ganzer Tisch voll gut gefüllter, gerne auch altmodischer Metalldosen für mich ein, sagen wir, optisches Synonym für Weihnachten ist. Einen ganzen Tisch voll gut gefüllter Plastikdosen verbinde ich mit einem Startschuss zum gelungenen Kita-Picknick — ohne Frage auch super, für mich aber komplett unweihnachtlich. Wenn Sie nicht genügend Dosen haben, packen Sie am besten von der Teigart ähnliches zusammen (etwa zwei Sorten Shortbread, zwei Sorten Makronen).
Alles, was mit temperierter Kuvertüre überzogen ist, bewahren Sie am besten bei Zimmertemperatur auf, damit die Kuvertüre nicht fleckig wird. Alles andere hält sich länger, wenn Sie es möglichst kühl und trocken, ggf. im Keller, aufbewahren. Eine Lage Backtrenn- oder Butterbrotpapier hilft empfindlichen Oberflächen (Kuvertüre, Guss), schön und unbeschadet zu bleiben.
Abgesehen davon, dass es meinem inneren Monk besser geht, wenn alle Plätzchen auf einem Blech gleich dick und gleich groß sind, wird eben auch alles, was gleich dick und gleich groß ist, ziemlich gleichzeitig fertig, und hat auch in etwa die gleiche Farbe. Ich find's halt doof, wenn ich die ersten dünnen, fertig gebackenen Plätzchen schon separat vom Blech runterfischen muss, während noch zu helle dicke drauf sind, die noch ein paar Minuten brauchen. Daher rolle ich auch Sorten aus, bei denen das eigentlich nicht nötig ist, einfach, um gleich große Teigrohlinge zu bekommen: Etwa Bethmännchen (9 mm dick ausrollen, runde Rohlinge ausstechen und die zu wirklich gleich großen Kugeln rollen) oder Vanillekipferl (9 mm dick ausrollen, Streifen zuschneiden, die zu dann gleich großen Hörnchen formen).
Um Teig wirklich 3, 6 oder 9 mm dick auszurollen, habe ich einen Ausrollstab, auf den ich verschieden dicke Abstandhalter aufstecken kann; ich finde ihn super. Findet man im Internet, wenn man nach Backhölzern, Teighölzern, Ausrollhölzern, Abstandshalter oder ähnlichem sucht. Zusammensteckbare Ausrollrahmen sind auch schön.
Eigentlich … was immer Sie wollen. Wenn Sie nicht viel kaufen und rumliegen haben wollen, ist ein Set runde Ausstecher ein guter Kompromiss, weil Sie irgendeinen davon für jedes zweite Rezept benutzen können. Sterne sind auch schön, gerne die mit nur 5 Zacken: Egal wie ambitioniert man rangeht, irgendwann beim Guss draufpinseln kommt der Punkt, an dem das Längen kriegt und man sich über jeden Zacken freut, den die Sterne nicht haben … 385, 386 …
Printenteig verträgt auch filigranere Formen, für Teige, die beim Backen leichter verlaufen, nehmen Sie besser was groberes. Wer mit Kindern backt: Ein bisschen drauf achten, dass nur in etwa gleich große und dicke Objekte, welcher Art auch immer, auf einem Blech gebacken werden: Dünne kleine Mäuse sind halt schneller fertig als dicke, große Elefanten. Blechausstecher sollten Sie per Hand spülen, die fangen in der Spülmaschine leicht an zu rosten.
Meins sind sie nicht, hauptsächlich, weil man mehr Qualität für's gleiche Geld kriegt, wenn man die Zutaten einzeln kauft. Dazu kommt, dass ich ohnehin ständig irgendwas backe, und die Zutaten bei mir schon weggehen. Wenn Backen gar nicht Ihre Wiese ist, und Sie eher Opfer von "wir brauchen noch Freiwillige, die für den Adventsbasar was backen" geworden sind, sind sie aber die bessere Lösung als diverse Einzelkomponenten zu kaufen, und das meiste davon am Ende doch nur wegzuschmeißen.
Siehe "Brot" und "Kuchen": Jeder Backofen ist ein bisschen anders. Die Temperaturen und Zeiten, die ich in meinen Rezepten schreibe, sind das, was bei meinem Ofen gut funktioniert, das kann bei Ihnen ein bisschen anders sein.
Ein echter Punkt ist Ober- und Unterhitze. Auch, wenn inzwischen so gut wie jeder Ofen Umluft kann, und es natürlich schneller und energiesparender ist, wenn man drei Bleche auf einmal durchschiebt, gut für Plätzchen ist das nicht. Die meisten werden trocken, weil Umluft zu viel Feuchtigkeit nach draußen pustet. (Oder, um es kurz zu machen und meine Freundin zu zitieren: "Kannste so machen, ist dann aber Kacke"). Ich backe daher ganz old school, wie meine Schwiegeroma es mir mit auf den Weg gegeben hat, Blech für Blech hintereinander weg auf der mittleren Schiene bei Ober- und Unterhitze, und das in einem gut vorgeheizten Ofen.
In vielen Rezepten können Sie Eier, Butter und Milch durch pflanzliche Alternativen ersetzen, ohne, dass der Geschmack leidet. Wo ich keinen Unterschied gemerkt habe, schreibe ich's ins Rezept.
Ich versuche, dass sich alle meine Plätzchensorten optisch voneinander unterscheiden. Nicht nur, weil das irgendwie netter aussieht, sondern auch, weil man dann eher vermeiden kann eine Sorte zu erwischen, die man so gar nicht mag.
Falls Sie auf den Geschmack kommen und Lebkuchen- und Spekulatiusgewürz selbst herstellen wollen, hier Grundzusammenstellungen für beide Mischungen:
Lebkuchengewürz: je 1g Koriander und Kardamom, je 2g Muskat, Sternanis, Ingwer und Nelke, je 3g Zitronen- und Orangenschale, 4g Zimt
Spekulatiusgewürz: 1g Kardamom, je 1,5g (weißer) Pfeffer, Ingwer, Muskat und Nelke, 8g Zimt.
Ein paar basics: Eine Waage, gerne mit Zuwiegefunktion, ein paar Schüsseln, ein paar Löffel und/oder Silikonspatel, ein Heber, ein Backpinsel, was zum Ausrollen und Ausstechen, einen Abkühlrost, ein paar Topfhandschuhe, Backtrennpapier, ggf. ein Kurzzeitwecker (zusätzlich zu dem im Handy, wenn die Finger so aussehen, dass man das nicht mehr anfassen mag) … Handmixer ist schön, wenn Sie was mit Eischnee machen wollen … Auf den ersten Blick abwegig klingen ein Lineal und ein großes Geodreieck, in der Praxis finde ich beides ganz nützlich, wenn man irgendwas in gleich breite Streifen schneiden möchte.
Nice to have, und, wenn Sie wirklich Spaß an der Sache haben, vielleicht was für den nächsten Nikolausstiefel: ein (digitales) Zuckerthermometer, und eine (digitale) Löffelwaage.
Braucht (neben einem guten Thermometer) etwas Zeit und Sorgfalt, daher tut man sich einen Gefallen, wenn man die Sorten, bei denen am Ende Kuvertüre draufkommt, sammelt und in einem Rutsch abarbeitet. Belohnt wird man mit edel matt glänzenden Überzügen, die beim Reinbeißen knacken … seufz … Wichtig ist rühren, rühren und nochmal rühren (dabei keine Luftbläschen reinschlagen), um die enthaltenen Fettanteile der Kuvertüre so gleichmäßig wie möglich zu verteilen. Das ist wichtig, damit es beim Auskühlen keine Flecken gibt und/oder der Überzug nicht grau wird. Die angegebenen Temperaturwerte sind für den dicken Daumen – wie beim Backofen können die je nach Hersteller ein bisschen unterschiedlich sein. Der echte Konditor erledigt das Schmelzen etwa über Nacht im Backofen oder im Wasserbad; mir ist der Backofen zu langwierig und das Wasserbad zu risikoreich: Ein Tropfen Wasser in der Kuvertüre, und die Struktur ist hin und man fängt neu an.
Hacken Sie die Kuvertüre in Stücke (echte Alternative aus dem gut sortierten Supermarkt oder dem Internet: portionierbare Drops oder Callets) und schmelzen etwa zwei Drittel der benötigten Menge bei maximal 300 Watt in mehreren Winz-Schritten in der Mikrowelle. Rühren Sie zwischendurch häufig um, und erwärmen Sie die Kuvertüre, bis 55° (Zartbitter), 48° (Vollmilch) bzw. 45° (weiß) erreicht sind. Sollten Sie Sorten gekauft haben, bei der auf den Packungen Temperaturen angegeben sind, nehmen Sie die. Dann geben Sie das letzte Drittel der Kuvertüre dazu, ("impfen" die Kuvertüre), und rühren die Mischung auf 28° (Zartbitter), 27° (Vollmilch) bzw. 26° (weiß) runter. Erst recht, wenn Sie große Mengen vorbereiten, braucht es dafür echt Geduld, und zugegebenermaßen ist das der Moment, in dem ich auch schonmal gänzlich unprofessionell einen Kühlpack aus der Gefriere drunterlege. In dem Fall muss man natürlich höllisch aufpassen, dass die Kuvertüre nicht am Schüsselboden fest wird, aber … naja. Klappt bei mir halt ganz gut, und man wird auch irgendwann mal fertig. Anschließend erwärmen Sie die Kuvertüre noch einmal kurz auf 31° (Zartbitter), 30° (Vollmilch) bzw. 29° (weiß). Jetzt können Sie sie verarbeiten. So richtig gute Ergebnisse bekomme ich immer dann, wenn die Kuvertüre beim Verarbeiten gefühlt kurz vor "jetzt ist's eigentlich zu fest um noch was damit zu tun" ist. Wenn sie zu kalt wird, stellen Sie sie wieder für ein paar Sekunden (!) in die Mikrowelle, und rühren erneut gründlich um. Übriggebliebene Kuvertüre können Sie auf einem Stück Alufolie verstreichen, auskühlen lassen und bei der nächsten Aktion weiterverwenden.
Ich verwende für alle Plätzchensorten 630er Dinkelmehl, weil ich ein paar Bekannte habe, die Dinkel besser vertragen als Weizen, aber 405er oder 550er Weizenmehl gehen natürlich genauso gut.
Sieben ist immer eine gute Idee; zur besseren Verteilung gerne direkt zusammen mit anderen trockenen Zutaten wie Salz, Backpulver und Gewürzen.
Je nachdem wie viel Sie backen, kann es Sinn machen, länger haltbare Sorten (Printen, Cantucchini) früher zu backen als leichter verderbliche (Bethmännchen, Zimtsterne). Dann hält alles sicher bis Weihnachten durch, ohne dann schon alt zu schmecken. Arbeitsschritte zusammenfassen ist auch gut, etwa alles was mit temperierter Kuvertüre veredelt wird in einem Rutsch machen, und/oder Sorten bündeln, für die Sie an einem Tag Eiweiße (Zimtsterne) und am nächsten Eigelbe (Gâteau Breton) brauchen.
Spart bei mir Zeit, weil Weihnachtsplätzchen so sehr mein Ding sind, dass ich für weniger als 20 Sorten die Küche gar nicht erst dreckig mache. Dementsprechend habe ich keine Lust, mir jedes Jahr wieder einen Schädel um den Einkaufszettel zu machen und habe irgendwann alle Rezepte mal so eingeexcelt, dass ich jetzt nur noch copy, paste und Summen ziehen muss.
Nützlich, wenn man Kuvertüre temperieren (ab 25°) und Karamellbonbons kochen (bis etwa 130°) möchte. Ich bin irgendwann von einem analogen auf ein digitales Modell umgestiegen, weil die schneller reagieren. Meins hat einen Sensor, der durch ein langes Kabel mit einem separaten Display verbunden ist – wenn der Sensor dann doch mal in die Kuvertüre oder ins kochende Karamell flutscht, freut man sich, wenn nicht das komplette Gerät klebt. Wenn Sie sich eins kaufen, achten Sie darauf, dass es mit handelsüblichen Batterien auskommt.
Ich bin nicht so die Deko-Queen, daher nur ein paar eher handfeste Tipps.
Bewahren Sie einzelne Sorten so lange wie möglich getrennt voneinander auf, und packen sie erst kurz vorm Verschenken zusammen, damit jede Sorte ihren eigenen Geschmack möglichst lange behält. Wenn Sie Tütchen füllen, legen Sie Sorten, die mit Puderzucker oder Kakao bestäubt sind, möglichst nach unten, dann krümeln die nicht alles voll, was sonst noch in der Tüte ist. Füllen Sie die Plätzchen so in durchsichtige Tüten, dass sie mit der schönen Seite nach außen gucken. Machen Sie die Tüten nicht zu voll, sonst kriegen Sie sie nicht mehr verschlossen, ohne die obersten Plätzchen einzuquetschen. Wenn Sie gefüllte Dosen oder Schachteln verschenken/mitbringen/auf den Tisch stellen, achten Sie darauf, dass man von jeder Sorte zumindest einen direkt sieht. Mit ein bisschen Glück wird dann weniger in der Dose rumgebuddelt, und Sie haben weniger Bruch, der dann doof aussieht, und den dann keiner mehr essen mag.
Praktisch sind elektronische Modelle mit Zuwiegefunktion, aber alle anderen klappen natürlich auch.
Eine Löffelwaage ist super für alle, die ihr Weihnachtsgewürz selbst mischen wollen: Die Dinger kosten nicht die Welt, und sind auf alle Fälle ein besseres Investment als die teuren Minitütchen Weihnachtsgewürz, die Sie im Backregal finden, und in denen oft auch noch Mehl zum Strecken drin ist.
Wenn Sie amerikanische Rezepte nachbacken, besorgen Sie sich am besten für kleines Geld in der Haushaltsabteilung Ihres Supermarktes ein Messlöffel-Set, dann stimmen die Mengenverhältnisse zueinander eher, als wenn Sie irgendeine Tasse aus Ihrem Bestand nehmen und versuchen, die Volumina auf Hälften, Drittel und Viertel runterzuschätzen.
Ich finde einfachen weißen Zucker dann besser, wenn Schokolade im Teig ist, und (den leicht karamelligen) hellen Rohrzucker dann, wenn viel Fruchtiges zum Einsatz kommt, aber das ist Geschmackssache. Deutlich andere Geschmacksergebnisse erhalten Sie, wenn Sie etwa dunklen Roh- oder Farinzucker (oder auch Honig) verwenden, mit Grümmel (etwa in Printen) bringen Sie ein bisschen Crunch und damit eine andere Textur ins Gebäck. Kann richtig super sein, nur sollten Sie das berücksichtigen, bevor Sie anfangen auszutauschen.
5in1s (mit oder ohne Gluten)
Ein Teig, 5 Variationen: Optimal, wenn Ihnen nicht nach viel Friemelei ist, Sie aber einigermaßen zügig ein paar Bleche Output und ein bisschen Auswahl haben wollen.
Illustration: ASTreller
Das sind die Zutaten:
Das passiert damit:
Für Sorte 1/5 hacken Sie
Für den Teig sieben Sie
Für Sorte 2/5 hacken Sie
Für Sorte 3/5 hacken Sie
Für Sorte 4/5 brauchen Sie
Für Sorte 5/5 brauchen Sie
Das sind die Zutaten:
Das passiert damit:
Für Sorte 1/5 hacken Sie
Für den Teig gießen Sie
Für Sorte 2/5 hacken Sie
Für Sorte 3/5 hacken Sie
In Sorte 4/5 kommen
Für Sorte 5/5 brauchen Sie
Dann nehmen Sie sich immer eine Teigportion vor, verkneten sie gründlich mit einer Sorte der vorbereiteten Zusätze, und stellen sie zurück in den Kühlschrank, bis Sie sie brauchen. . In welcher Reihenfolge Sie die Plätzchen backen ist (bis auf die mit Karamell, die schon in der Truhe liegen, die kommen am Schluss) egal, und das gleiche gilt für die Form. 5 verschiedene Formen helfen, um die einzelnen Sorten gut auseinanderhalten zu können, aber letztlich spielt es keine Rolle, ob Sie Kreise ausstechen, Dreiecke, Rechtecke oder Quadrate ausscheiden – Hauptsache, Sie rollen alles etwa 1 cm dick aus, und die Formen sind nicht allzu filigran, da ist glutenfreier Teig eher undankbar. Wenn's zu sehr klebt, nehmen Sie noch etwas
Wenn Sie Bedenken haben, Flohsamenschalen in Verbindung mit manchen (insbesondere retardierenden) Medikamenten zu verwenden, besprechen Sie das bitte mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Wenn Sie die Eier ersetzen wollen, mischen Sie pro Ei 15g Kichererbsenmehl unter die trockenen Zutaten, und kneten pro Ei 45ml Milch zusammen mit der Margarine unter den Teig. Die glutenfreie Version backe ich lieber ohne Ei, weil ich es handwerklich einfacher finde, direkt eine Milchmenge zu haben, in der die Flohsamenschalen quellen können.
Das ist der Moment, an dem Sie alle Teige für bis zu drei Wochen einfrieren können: Dafür formen Sie etwa 3 cm dicke Rollen, umwickeln die mit Frischhaltefolie und legen sie in die Truhe. Optional, aber hilfreich: Sammeln Sie die Papprollen von Küchenrollen, schneiden die den langen Weg auf, schieben die mit Folie umwickelten Teigrollen hinein und kleben sie möglichst eng zusammengedrückt mit Tesa zu. Zum einen zerbeulen Sie sich die Teigrollen dann nicht mit irgendwas, was schon in der Truhe liegt, zum anderen werden die Plätzchen hinterher richtig schön rund. Zum Backen müssen Sie die Rollen dann nur noch auspellen, etwa 1 cm dicke Scheiben abschneiden und die kalt wie sie aus der Truhe kommen in den heißen Ofen schieben.
Calissons (glutenfrei)
Der Legende nach das Hochzeitsgeschenk, das Herzog René d'Anjou für seine Frau Jeanne de Laval aus Leckereien der Provence – Mandeln, Melonen und Orangen – kreieren ließ. Seit dem 16. Jahrhundert sind sie DIE Spezialität aus Aix-en-Provence. Bei uns gibt es sie zu Weihnachten, und wenn Sie eine Küchenmaschine und ein bisschen Geduld haben, kommen Sie in die Nähe des Originals.
Das sind die Zutaten:
Das passiert damit:
Kandierte Melone in normalen Lebensmittelläden zu bekommen ist Glückssache. Ich bestelle sie im Internet.
Ergibt gut 90-100 Stück, und sie halten sich in einer verschlossenen Blechdose etwa einen Monat.
Feigenhotdogs
Die gibt es bei uns schon ewig, hießen allerdings so lange einigermaßen unbestimmt "die mit den Feigen", bis ein Freund meinte, die sähen aber schon aus wie Hotdogs.
In einer verschlossenen Dose halten sie gut einen Monat.
Das sind die Zutaten:
Das passiert damit:
Den Teig können Sie auch für alles Mögliche andere benutzen: Anstatt der Feigenstücke können Sie auch schokolierte Erdnüsse einrollen und backen. Auch dabei machen Sie sich das Leben einfacher, wenn Sie den Teig erst einmal 3 mm dick ausrollen, Kreise von 5 cm Durchmesser ausstehen und die um die Erdnüsse drumrum formen.
Entweder lieben oder hassen tut man die Variante mit After Eight: Auch hier 3 mm dicke Kreise von 5 cm Durchmesser ausstechen, After-Eight-Stäbchen vierteln und die Viertel sorgfältig (!) einrollen. Diesen Keksen verpassen Sie bitte unbedingt Einzelhaft in einer separaten Dose, die Pfefferminze plättet sonst alles, was sonst noch drin ist.
Benutzen Sie bitte Ober- und Unterhitze, auch wenn Sie dann nur ein Blech im Ofen haben können. Kleingebäck wird bei Umluft trocken.
Kätchen Omas Walnussplätzchen
Dieses Rezept habe ich von meiner längst verstorbenen Schwiegeroma geerbt, und es bestätigt, dass Menschen erst dann tot sind, wenn niemand mehr an sie denkt: Nach wie vor ist bei uns erst Weihnachten, wenn es ihre einfach unschlagbaren Walnussplätzchen gibt.
Allerdings, eine Warnung vorab: Das sind echte Oma-Plätzchen, und sofern Sie nicht mindestens eine 16 auf Geduld gewürfelt haben, könnten Ihnen die zu aufwändig sein.
Das sind die Zutaten:
Das passiert damit:
1 x Vanillezucker,
Auch hier können Sie unterbrechen: Entweder, Sie bewahren die Plätzchen in einer geschlossenen Dose auf, bis es weitergeht, oder kleben schon jetzt immer zwei Stück mit je
Für's Finish sorgen Sie für ausreichend freie Flächen, und stellen die Plätzchen, die Walnusshälften und
Dann verrühren Sie
Nussecken
Nicht ausschließlich weihnachtlich, aber sie gehören seit so langer Zeit zu meinen stammrezepten, dass meine Freundin gesagt hat, ohne sie sei meine Website nicht komplett.
Ergibt 40 Stück pro Blech, und sie halten in einer verschließbaren Dose (theoretisch) bis zu 4 Wochen.
Das sind die Zutaten:
Das passiert damit:
Mahlen Sie
Das sind die Zutaten:
Das passiert damit:
Mahlen Sie
Wenn Cholesterin für Sie ein Thema ist und Sie keine Eier verwenden wollen, können Sie alternativ pro Ei 15g Kichererbsenmehl und 45 ml Milch (oder eine andere Flüssigkeit) benutzen.
Dass es grob gemahlene Nüsse sind, ist wirklich wichtig. Wenn Sie nicht die Möglichkeit haben Nüsse selbst zu mahlen, können Sie alternativ eine Hälfte gemahlene, und eine Hälfte gehackte Nüsse verwenden - bitte niemals, niemals, niemals nur fertig gemahlene Nüsse nehmen. Die sind zu fein, und damit wird der Belag so hart, dass Sie mit der Hilti dran müssen.
Omma Monikas Berliner Brot
Das einzige Rezept auf dieser Website, das ich nicht selbst schon n-1 mal gemacht habe: Für Berliner Brot ist meine Mutter zuständig. Sie backt das, sobald es im Herbst den ersten Farinzucker gibt, quadratmeterweise, und der Verteiler wird jedes Jahr größer.
Das sind die Zutaten:
Das passiert damit:
1 TL Nelkenpfeffer,
2-3 TL Kakao,
Als Eiersatz funktionieren auch hier je Ei 15g Kichererbsenmehl (mit den festen Zutaten vermischt) und je Ei 45 ml Milch (die geben Sie zu der anderen Milch, die in den Teig kommt).
Printen
Sobald Sie das erste Blech im Ofen haben, riecht es nach Weihnachten.
Die fertigen Plätzchen halten Monate und werden einigermaßen hart – ideal, wenn Sie eine Krippe oder ein 3D-Puzzle backen wollen.
Das sind die Zutaten:
Das passiert damit:
25g braunen Zucker,
Parallel vermischen Sie
Sofern Sie die fertig gebackenen Plätzchen noch bearbeiten wollen (ein Loch reinstechen, wenn Sie ein Band durchfädeln und sie in den Baum oder ins Fenster hängen, oder Krippenteile nachbearbeiten wollen, damit Sie sie zusammenstecken können etc.), machen Sie das unbedingt sofort, nachdem Sie sie aus dem Ofen geholt haben. Wenn die Plätzchen einmal kalt sind, sind sie dafür zu hart.
Benutzen Sie bitte Ober- und Unterhitze, auch wenn Sie dann nur ein Blech im Ofen haben können. Kleingebäck wird bei Umluft trocken.
Falls Sie eine größere Aktion vorhaben, viel Lebkuchengewürz brauchen und das nach einem ungläubigen Blick auf die Preise der fertigen Mini-Tütchen lieber selbst mischen wollen: Ich fahre gut mit je 1g Koriander und Kardamom, je 2g Muskat, Sternanis, Ingwer, Nelke, je 3g Zitronen- und Orangenschale, und 4g Zimt.
Wenn Sie das Ei ersetzen wollen, ziehen Sie 15g Kichererbsenmehl unter die Mehlmischung und geben 45 ml Milch zum Teig.
Schneeflocken
Nicht abschrecken lassen:
Sieht kompliziert aus, isses aber nicht.
Das sind die Zutaten:
Das passiert damit:
Nach der Kühlzeit rollen Sie den Teig 6 mm dick aus, und stechen Sterne in der von Ihnen gewünschten Größe aus. (Die Sterne auf dem Foto sind von Zacke zu Zacke 5 cm groß). Dazu brauchen Sie noch ein bisschen
Für's Finish temperieren Sie
Alternativ: 1 Eiweiß, oder 5g Kichererbsenmehl und 20 ml Milch – kein ganzes Eigelb, dann wird der Teig zu mürbe und die Plätzchen zerbröseln Ihnen hinterher beim Bearbeiten.
Schoko-Shortbread (mit oder ohne Gluten)
Wenn Sie Schokoladenliebhaber glücklich machen wollen, sind Sie hier genau richtig.
Das sind die Zutaten:
Das passiert damit:
Das sind die Zutaten:
Das passiert damit:
Shortbread heißt nicht so, weil es "kurz", sondern, weil es "krümelig" oder "mürbe" ist – das ist die ältere Bedeutung des Wortes "short". Das Gebäck hat seinen Ursprung in Schottland und die Textur wird durch die Kombination der Zutaten erreicht: Das Gebäck besteht aus einem Teil weißem Zucker, zwei Teilen Butter, drei Teilen Mehl plus etwas Salz. Bei "normalem" Shortbread verhindert der hohe Fettanteil, dass das im Getreide enthaltene Gluten elastische Proteinketten aufbauen kann; deshalb wird häufig (wie auch in den anderen Shortbread-Rezepten auf meiner Website) Reismehl beigemischt, um den Glutengehalt zusätzlich zu reduzieren. Das und die hineingeschlagene Luft machen das Gebäck mürbe. Mit ausschließlich glutenfreien Mehlen schlägt man dementsprechend zwei Fliegen mit einer Klappe, und das Gebäck wird noch mürber als die Originalversion. Und bei allem Bemühen, Cholesterin zu reduzieren: Shortbread backe ich mit Butter oder gar nicht.
Benutzen Sie bitte Ober- und Unterhitze, auch wenn Sie dann nur ein Blech im Ofen haben können. Kleingebäck wird bei Umluft trocken.
Für Rounds formen Sie etwa 5 cm dicke Rollen, schneiden die in 1 cm dicke Scheiben und backen diese bei gleicher Temperatur. Die Backzeit ist etwas kürzer, 25-30 Minuten.
Falls Sie mehrere Sorten Schortbread backen, setzen Sie ein paar Stücke von den hellen zu denen mit Schokolade: Die brauchen alle gleich lange, und an den hellen können Sie besser erkennen, wann die Plätzchen gut sind.
Shortbread (mit oder ohne Gluten)
Schottisches Highlight.
Das sind die Zutaten:
Das passiert damit:
Das sind die Zutaten:
Das passiert damit:
Das sind die Zutaten:
Das passiert damit:
Shortbread heißt nicht so, weil es "kurz", sondern, weil es "krümelig" oder "mürbe" ist – das ist die ältere Bedeutung des Wortes "short". Das Gebäck hat seinen Ursprung in Schottland und die Textur wird durch die Kombination der Zutaten erreicht: Das Gebäck besteht aus einem Teil weißem Zucker, zwei Teilen Butter, drei Teilen Mehl plus etwas Salz. Bei "normalem" Shortbread verhindert der hohe Fettanteil, dass das im Getreide enthaltene Gluten elastische Proteinketten aufbauen kann; deshalb wird häufig (wie auch in den anderen Shortbread-Rezepten auf meiner Website) Reismehl beigemischt, um den Glutengehalt zusätzlich zu reduzieren. Das und die hineingeschlagene Luft machen das Gebäck mürbe. Mit ausschließlich glutenfreien Mehlen schlägt man dementsprechend zwei Fliegen mit einer Klappe, und das Gebäck wird noch mürber als die Originalversion. Und bei allem Bemühen, Cholesterin zu reduzieren: Shortbread backe ich mit Butter oder gar nicht.
Benutzen Sie bitte Ober- und Unterhitze, auch wenn Sie dann nur ein Blech im Ofen haben können. Kleingebäck wird bei Umluft trocken.
Eine geschmacklich schöne Abwandlung ist Ingwershortbread: Sieben Sie 1 TL gem. Ingwer zusammen mit dem Mehl durch, und ziehen noch 55g kleingeschnittenen, kandierten Ingwer unter den Teig. Wenn Sie mehrere Sorten backen, markieren Sie sie am besten unterschiedlich (z.B. eine Sorte mit einer Gabel einstechen, die andere nicht), damit Sie die fertigen Plätzchen leicht unterscheiden können.
Für Rounds formen Sie etwa 5 cm dicke Rollen, schneiden die in 1 cm dicke Scheiben und backen diese bei gleicher Temperatur. Die Backzeit ist etwas kürzer, 25-30 Minuten.