Sonst was

Alles, was in keine Schublade passt, oder wovon ich zu wenig für eine eigene Schublade habe.

Crêpes

Die süßen.

Unsere Partnerstadt ist Quimper, und das Rezept kommt von der Oma unserer bretonischen Freunde. Der Teig verarbeitet sich nicht ganz so easy wie der aus anderen Rezepten, dafür werden die Crêpes aber … naja, halt so wie bei der bretonischen Oma.


Das sind die Zutaten:

Das passiert damit:

Nehmen Sie sich eine große Schüssel, geben
500g Mehl
(Dinkel 630, Weizen 405 oder 550),
50g Buchweizenmehl,
150g Zucker,
25g Vanillezucker
und
½ TL Salz
(wenn Sie Salz reduzieren wollen, können Sie das auf eine dicke Prise reduzieren, ggf. nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt die Mischung 75 % NaCl / 25 % KCl, siehe Salz) hinein und vermischen die Zutaten gründlich mit einem Schneebesen miteinander. Drücken Sie eine Kuhle in die Mitte und schlagen
3 Eier
hinein, und verrühren die vorsichtig mit so viel der Mehl-Zucker-Mischung, dass eine zähe Masse entsteht. Dann brauchen Sie
1,25 l Vollmilch,
und die arbeiten Sie etappenweise ein. Rühren Sie sich dabei in vorsichtigen Kreisen von oben nach unten durch die Mehl-Zucker-Mischung und nehmen immer nur so viel davon mit, wie von der Flüssigkeit aufgenommen wird, und erst, wenn es wieder zäh wird, gießen Sie die nächste Fuhre Milch nach. Versuchen Sie schon jetzt zu verhindern, dass sich Klümpchen bilden. Wenn Sie die Milch komplett verbraucht haben, ziehen Sie noch
25g flüssige Butter
und
2 EL Calvados
unter. Zum Schluss nehmen Sie sich noch einmal den Schneebesen und schlagen den Teig gründlich durch. Achten Sie darauf, dass Sie möglichst wenig Luft in den Teig rühren, weil die beim Ausbacken dafür sorgen würde, dass sich in den Crêpes Löcher bilden (das würde auch passieren, wenn Sie dafür einen Handmixer benutzen, deshalb war der bei der bretonischen Oma ein No-Go). Wenn Sie einen völlig homogenen Teig ohne Klümpchen haben, decken Sie ihn ab und lassen ihn eine Stunde lang ruhen (länger ist ok, weniger nicht).
Wenn Sie eine Crêpière oder einen Crêpes-Maker haben, erhitzen Sie das Gerät auf 230°, pinseln die Oberfläche sparsam mit
Rapsöl
ein, geben pro Crêpe eine passende Menge Teig in die Mitte und verteilen sie mit einem T-förmigen Teigverteiler in einer fließenden, kreisförmigen Handbewegung bis an den Rand. Wenn die Unterseite satt goldgelb ist, schieben Sie den Wender von der Seite Richtung Mitte unter den Crêpe, heben ihn hoch und klappen ihn andersrum wieder auf die Oberfläche. Je nachdem, welche Beläge Sie bereitgestellt haben, können Sie die jetzt schon auflegen und den Crêpes mit Belag fertig backen. Sofern nicht schon jemand mit einem Teller in der Hand und einem Grinsen im Gesicht neben Ihnen steht und Ihnen den fertigen Crêpe abnimmt, klappen Sie ihn doppelt zu einem Viertel zusammen. So gefaltet können Sie die fertigen Crêpes gut stapeln und aufbewahren. Machen Sie so weiter, bis der Teig komplett verbraucht ist. Wenn Sie merken, dass der Teig festpappt und Sie die Crêpes nicht mehr gewendet bekommen, pinseln Sie noch einmal ein bisschen Öl auf die Oberfläche. Den Teigverteiler parken Sie am besten in einer Schale mit Wasser, damit er ausreichend sauber bleibt und Ihnen den nächsten Crêpe nicht mit schon festgeklebten Teigresten zerreißt. Wenn Sie keinen Crêpes-Maker haben, benutzen Sie die größte, beschichtete Pfanne, die Sie haben, und geben pro Crêpe nur wenig Teig hinein. Die werden dann zwar kleiner, aber nicht weniger lecker sein

Bild vom Essen
Crumble

Warmer Nachtisch, für den Sie jedes Obst benutzen können, das Backen verträgt. Äpfel gehen immer, und im Frühling können Sie die wunderbar mit Rhabarber kombinieren.


Das sind die Zutaten:

Das passiert damit:

Schälen Sie
etwa 250g Rhabarber,
schneiden die Stangen in Stückchen und geben sie in eine Schüssel. Danach schälen Sie
etwa 500g Äpfel,
entfernen die Kerngehäuse, schneiden sie in kleine Stückchen oder dünne Scheiben und vermischen sie mit dem Rhabarber. Nur mit Obststückchen wird ein Crumble gerne ein bisschen trocken, wenn Sie ausschließlich Kompott verwenden, werden die Streusel leicht matschig – deshalb finde ich Halbe/Halbe ganz schön: Geben Sie eine Hälfte der Obststückchen zusammen mit
50-100 ml Flüssigkeit
(Wasser, Apfelsaft) und
1-2 Spritzern Zitronensaft
in einen Topf und kochen daraus Kompott . Bis das Obst zerfallen ist, dauert ab dem Moment wo die Mischung aufgekocht ist etwa 20 Minuten, und Sie sollten hin und wieder umrühren, damit nichts anbrennt. Den Herd können Sie dabei nach und nach herunterdrehen. Je nachdem wie reif das Obst ist, ist das Kompott bereits süß genug, wenn nicht, helfen Sie mit
1 EL Honig
(alternativ Zucker, Agavendicksaft oder Ahornsirip) nach. Wenn Sie wollen, können Sie auch noch
2 EL geh. Mandel und/oder Nüsse
hinzufügen und es mit
Zimt oder Ingwer,
Menge nach Geschmack, verfeinern. Füllen Sie das fertige Kompott in eine passende Auflaufform (bzw. mehrere kleine Förmchen), streichen es glatt und verteilen die zweite Hälfte der Obststückchen gleichmäßig darüber.
Für die Streusel vermischen Sie
50g Mehl
(Weizen 405, 550 oder Dinkel 630) mit
½ Tüte Vanillepuddingpulver,
20g geh. Nüssen,
(Haselnüssen, Walnüssen …)
20g geh. Mandeln,
40g gem. Mandeln,
1 TL Vanillezucker,
45g Zucker
4 Tropfen Buttervanille
(optional) und
¼ TL Zimt
in einer Rührschüssel und verkneten die Mischung gründlich mit
60g Butter
(alternativ: Margarine, oder einer Mischung aus beidem). Bröseln die fertigen Streusel über das Obst, streuen noch ein paar
Mandelblättchen
drüber und backen den Crumble bei 180° Ober- und Unterhitze bis er lecker aussieht, etwa 25-30 Minuten.

Das sind die Zutaten:

Das passiert damit:

Schälen Sie
etwa 500g Rhabarber,
schneiden die Stangen in Stückchen und geben sie in eine Schüssel. Danach schälen Sie
etwa 1 kg Äpfel,
entfernen die Kerngehäuse, schneiden sie in kleine Stückchen oder dünne Scheiben und vermischen sie mit dem Rhabarber. Nur mit Obststückchen wird ein Crumble gerne ein bisschen trocken, wenn Sie ausschließlich Kompott verwenden, werden die Streusel leicht matschig – deshalb finde ich Halbe/Halbe ganz schön: Geben Sie eine Hälfte der Obststückchen zusammen mit
100-200 ml Flüssigkeit
(Wasser, Apfelsaft) und
2-3 Spritzern Zitronensaft
in einen Topf und kochen daraus Kompott . Bis das Obst zerfallen ist, dauert ab dem Moment wo die Mischung aufgekocht ist etwa 20 Minuten, und Sie sollten hin und wieder umrühren, damit nichts anbrennt. Den Herd können Sie dabei nach und nach herunterdrehen. Je nachdem wie reif das Obst ist, ist das Kompott bereits süß genug, wenn nicht, helfen Sie mit
2 EL Honig
(alternativ Zucker, Agavendicksaft oder Ahornsirip) nach. Wenn Sie wollen, können Sie auch noch
4 EL geh. Mandel und/oder Nüsse
hinzufügen und es mit
Zimt oder Ingwer,
Menge nach Geschmack, verfeinern. Füllen Sie das fertige Kompott in eine passende Auflaufform (bzw. mehrere kleine Förmchen), streichen es glatt und verteilen die zweite Hälfte der Obststückchen gleichmäßig darüber.
Für die Streusel vermischen Sie
100g Mehl
(Weizen 405, 550 oder Dinkel 630) mit
1 Tüte Vanillepuddingpulver,
40g geh. Nüssen,
(Haselnüssen, Walnüssen …)
40g geh. Mandeln,
80g gem. Mandeln,
1 EL Vanillezucker,
90g Zucker
8 Tropfen Buttervanille
(optional) und
½ TL Zimt
in einer Rührschüssel und verkneten die Mischung gründlich mit
120g Butter
(alternativ: Margarine, oder einer Mischung aus beidem). Bröseln die fertigen Streusel über das Obst, streuen noch ein paar
Mandelblättchen
drüber und backen den Crumble bei 180° Ober- und Unterhitze bis er lecker aussieht, etwa 25-30 Minuten.

Wenn Sie nur Äpfel verarbeiten, können Sie auch mit Rosmarin würzen. Da der recht dominant ist, dosieren Sie ihn vorsichtig, und verzichten bei den Streuseln auf den Zimt.

Für alle, die gerne "einen Klecks Weißes" dazu hätten, aber Zucker und Fett reduzieren und deshalb auf das fast schon übliche Vanille-Eis verzichten wollen, bietet sich griechischer Jogurt an.

Wenn's schnell gehen soll, und/oder es Ihnen zu viel Geraffel ist extra Kompott zu kochen, nehmen Sie welches aus dem Glas; ein kleines für 3-4 Personen, 2 kleine bzw. 1 großes für 6-8 Personen. Achten Sie dann nur darauf, eine nicht zu sehr gezuckerte Sorte zu verwenden. Die Gesamt-Obstmenge können Sie in dem Fall halbieren.

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Hummus

In ein paar Minuten gemachte orientalische Spezialität
Lecker als Vorspeise zu Fladenbrot, als Dipp zu Gemüse, als Creme für Wraps, als veganer Aufstrich, als Mitbringsel zum Grillabend …


Das sind die Zutaten:

Das passiert damit:

Geben Sie
4 EL Zitronensaft,
1-2 Knoblauchzehen,
geschält,
1 gestr. TL Salz,
¼ TL Pfeffer,
(alternativ, wenn Sie gerne scharf essen, Chili nach Geschmack),
½ TL Cumin,
40g Tahini
und
6 EL kaltes Wasser
in einen Standmixer und lassen den so lange laufen, bis Sie eine möglichst cremige, schaumige Masse haben. Dann gießen Sie
1 Glas Kichererbsen
ab, schütten sie in den Mixer und vermixen sie so lange mit der Sesam-Mischung, bis die von Ihnen gewünschte Konsistenz erreicht ist (Achtung, möglichst weit vom Ohr weg halten, leise geht anders). Ziehen Sie noch
2 EL Olivenöl
unter, und schmecken das Hummus, wenn nötig, mit mehr von den Gewürzen von oben ab.

Bewahren Sie fertiges Hummus im Kühlschrank auf, es hält dann 3-4 Tage.

Im Idealfall bereiten Sie Hummus am Vortag zu, damit es noch etwas durchziehen kann.

Tahini bekommen sie inzwischen in so gut wie jedem Super- oder Drogeriemarkt. Falls Sie unter dem Namen nichts finden, suchen Sie nach Sesammus.

Bild vom Essen
Kartoffelsalat

Aromatisch, preiswert, macht satt und geht warm wie kalt sowohl als Beilage als auch als eigenständiges Essen.


Das sind die Zutaten:

Das passiert damit:

Schälen Sie
1,5 kg Kartoffeln,
(festkochend oder vorwiegend festkochend, jedenfalls nicht mehlig), schneiden sie in gleichmäßige, dickere Scheiben und stellen sie zunächst beiseite. Erhitzen Sie
6 EL Olivenöl
bei nicht voller Herdleistung (etwa 9 von 12) in einem großen, beschichteten Topf (oder einer großen Pfanne, für die Sie einen Deckel haben), geben (bei salzarmer Ernährung eher die größere Menge der angegebenen Gewürze)
4 EL Tomatenmark,
2-3 TL Kurkuma,
¼-½ TL Harissa,
oder auch mehr, wenn Sie gerne scharf essen,
2-3 TL Senfkörner,
2-3 TL Kreuzkümmelkörner
(wenn Sie keine haben, Kreuzkümmelpulver) hinein und braten alles zusammen etwa 1-2 Minuten unter häufigem Umrühren an, bis die Gewürze lecker riechen. Dann geben Sie die Kartoffelscheiben dazu und braten alles zusammen weitere 5 Minuten an, und rühren dabei häufig um. Danach sollten die Kartoffeln leicht angebräunt sein, und die Gewürzen sich gut verteilt haben. Gießen Sie
400 ml kräftige Gemüsebrühe
(alternativ 400 ml Wasser und 4 EL gefriergetrocknetes Suppengrün) an, rühren noch
2 Lorbeerblätter
und
2 Gläser Kichererbsen,
(bzw. bei salzarmer Ernährung eher 500g selbst vorgekochte Kichererbsen), gut abgetropft, dazu, lassen die Mischung einmal aufkochen und dann mit aufgelegtem Deckel köcheln. Den Herd können Sie nach und nach runterdrehen, und rühren Sie gelegentlich um. Je nach Kartoffelsorte und abhängig davon, wie dick Sie die Scheiben geschnitten haben, sollten die Kartoffeln nach etwa 30-45 Minuten gar, und sämtliche Flüssigkeit weg sein; sollte der Salat gegen Ende trocken laufen und die Kartoffeln noch ein bisschen knurpsig sein, gießen Sie ein paar Löffel Wasser dazu und geben ihm noch ein paar Minuten mehr. Wenn Sie wollen, können Sie dann noch
20 Safranfäden (optional)
unterziehen und den Salat weitere 5 Minuten bei abgeschaltetem Herd durchziehen lassen. Ab dem Moment in dem Sie den Safran dazu gegeben haben sollte der Salat nicht mehr kochen, damit nicht zu viel Aroma verloren geht. Anschließend schmecken Sie den Salat mit
4-5 EL gehackter Minze
(am besten frisch, sonst getrocknet, dann ggf. etwas mehr), vielleicht
1 Prise Salz,
(ggf. nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt die Mischung 75% NaCl / 25% KCl, siehe Salz), und
Pfeffer nach Geschmack
ab, und servieren ihn, wenn Sie mögen, mit
Naturjogurt
(bzw. einer pflanzlichen Alternative) und
ein paar EL Saaten,
nach Geschmack etwa Sesam, Kürbis- oder Sonnenblumenkernen.

Hülsenfrüchte sind zwar wunderbar proteinreich, enthalten aber nicht alle Aminosäuren, die der Körper braucht. Wenn Sie diesen Salat als Hauptgericht verwenden, sollten Sie also immer noch etwas dazu essen, was das ausgleicht und Sie mit den fehlenden Aminosäuren versorgt, etwa Getreide (hier z.B. etwas Brot) und/oder Nüsse und Saaten.

Eventuelle Ernteüberschüsse an frischer Minze können Sie für den Winter einfrieren: 1-2 dicke Hände voll gewaschener Blätter locker in den Mixer schichten, mit etwa 100 ml neutralem Rapsöl, 2-3 EL Zitronensaft und 2-3 EL Wasser aufgießen, mixen, bis Sie eine gleichmäßige grüne Masse haben, und die in eine Eiswürfelform gießen. Bestens portionierbar und eine schöne Geschmacks-Erinnerung an den Sommer, wenn Sie ab November in graue 5° gucken!

Safran macht nicht einfach nur gelb, sondern ist unglaublich aromatisch und auch gesund. Kaufen Sie nur Fäden, nie gemahlenen Safran: Weil er so teuer ist, wird Safran oft mit irgendwas gestreckt, was nur rot, aber einfach nur billig ist, und bei Pulver erkennt man das nicht. Am besten gehen Sie direkt in einen persischen Lebensmittelladen, das macht auch für die anderen Gewürze und auch Nüsse Sinn. Wenn Sie testen wollen, ob Safran echt ist, lösen Sie ein bisschen Natron in Wasser auf und rühren Sie einen Faden unter. Wenn er nach ein paar Minuten leuchtend gelb ausfärbt, haben Sie echten Safran.

Puffelskuchen

Altes bergisches Oma-für-Enkel-Essen – auch heute noch prima, wenn Sie nach Kita- oder Grundschulschluss mit 1-2 Kindern rechnen, sich auf dem Heimweg aber ergibt, dass die Freunde auch noch mit am Tisch sitzen.
Reicht für 5-6 nicht ausgewachsene Esser als Hauptgericht … und für 5-6 Große als Nachtisch oder Snack.


Das sind die Zutaten:

Das passiert damit:

Gießen Sie
¼ l Milch
(bzw. eine pflanzliche Alternative) in eine Rührschüssel, machen sie in der Mikrowelle handwarm, rühren
1 Würfel Hefe
(alternativ: 1 Tütchen Trockenhefe) und
1 EL Zucker
hinein und lassen diesen Vorteig an einem zugfreien Platz (das kann direkt die ausgeschaltete Mikrowelle sein) etwa 15 Minuten stehen, bis sich das Volumen knapp verdoppelt hat. (Diese Wartezeit entfällt, wenn Sie Trockenhefe benutzen.)
Anschließend geben Sie
500g Dinkelmehl 630 ,
(alternativ Weizenmehl 405 oder 550)
1 Prise Salz
(bei salzarmer Ernährung können Sie das auch weglassen) und
1 Ei
dazu und verkneten alles zusammen gründlich zu einem elastischen Teig.
Soweit der Grundteig: Wenn mehr Abwechslung gewünscht ist, kneten Sie zusätzlich noch das rein, auf was die Menschen am Tisch Lust haben, z.B.
1 Apfel,
gewaschen, entkitscht und in sehr feine Stückchen geschnitten, und/oder
1 Hand voll Rosinen
(Achtung: gut in den Teig einarbeiten, jede Rosine die rausguckt wird in der Pfanne rund, hart und schwarz), und/oder
1 Hand voll gehackte Nüsse oder Mandeln.
Teilen Sie den Teig in 16 gleich große Teile und formen daraus Kugeln, die drücken Sie platt. Eventuell brauchen Sie bei der Verarbeitung noch ein bisschen zusätzliches
Mehl.
Geben Sie
1 EL Butter oder Margarine
in eine große, möglichst beschichtete Pfanne, legen Sie je nach Pfannengröße 3-4 Teiglinge hinein und backen sie bei nicht voller Herdleistung (am Anfang etwa 9, wenn die Pfanne richtig aufgeheizt ist ggf. 8 von 12) aus. Wenn sie auf der Unterseite lecker aussehen (vorsichtig mit dem Pfannenwender anheben und druntergucken), geben Sie falls nötig noch etwas Fett in die Pfanne, drehen die Kuchen mit einer entschlossenen Handbewegung um, drücken sie an und backen sie fertig. Mit den anderen Teiglingen verfahren Sie genauso; dafür brauchen Sie pro Fuhre noch etwas zusätzliches Fett.
Zu Puffelskuchen passt Rübenkraut, Apfelkraut, Apfelmus, Obstsalat, Rote Grütze … und, wenn Sie mögen, Vanillesauce. Je nachdem wann Ihnen das am besten passt, können Sie die zubereiten, während der Vorteig ruht, bevor oder während Sie die Puffelskuchen machen. Legen Sie in allen Fällen einen Deckel auf die fertige Sauce, damit sie warm bleibt, und rühren Sie hin und wieder um, damit sich keine Haut bildet. Gießen Sie dafür
½ l Milch
(bzw. eine pflanzliche Alternative) in einen Topf, nehmen davon ein paar Löffel ab und vermischen sie in einem kleinen Schüsselchen mit
½ Tüte Vanillepuddingpulver
und
2 EL Zucker.
Lassen Sie die Milch aufkochen, ziehen die Puddingmischung zügig mit einem Schneebesen unter, rühren gut um, lassen die Mischung einmal aufkochen und stellen den Herd auf 0. Wenn Ihre Kochplatte die Hitze lange hält, ziehen Sie den Topf von der heißen Platte, damit nicht doch noch was überkocht.

Sofern es logistisch darstellbar ist und die Stimmung in der Küche dann nicht kippt, spricht nichts dagegen, dass die Kinder mitmachen, (ggf., je nach Alter und unter Aufsicht) Obst schneiden, die Vanillesauce rühren und – natürlich – kneten: Die kleinen Teigportionen übernehmen und noch ein paar Minütchen bearbeiten, dann Kugeln draus formen und die platt drücken war hier streckenweise fast wichtiger als das eigentliche Essen. Und: Hefeteig mag geknetet werden, und wenn an der Stelle ein bisschen getrödelt wird, kompensiert das, dass die Gehzeit aufgrund von zu viel Hunger und zu viel Ungeduld realistischerweise oft ein wenig knapp bis komplett ausfällt. Achten Sie dabei nur darauf, dass nicht unnötig viel Mehl reingeknetet wird, damit die Puffelskuchen nicht trocken werden.

Rein technisch können Sie das helle Mehl ganz oder teilweise durch Vollkornmehl austauschen, um die Mahlzeit vollwertiger und gesünder zu machen. Bei mir ist bei 100g Vollkornmehl (und dann 400g hellem Mehl) Schluss, ab dann ist's für mich zu weit von meinen Kindheitserinnerungen weg. 100g Mehl durch 100g gemahlene Mandeln austauschen finde ich überzeugender.

Wenn Sie das Ei ersetzen wollen oder sollen, mischen Sie anstatt dessen 15g (2 leicht gehäufte EL) Kichererbsen-, Soja- oder Süßlupinenmehl unter die trockenen Zutaten und verwenden Sie zusätzlich 45g Wasser, Milch, Jogurt oder Buttermilch.

Übernacht-Pfannkuchen

Alternative zu "normalen" Pfannkuchen: ohne Ei, vegan oder mit Milchprodukten möglich.
Lecker als süßes Mittagessen für 3, oder als Nachtisch für 6 Personen. Schmecken auch kalt.


Das sind die Zutaten:

Das passiert damit:

Vermischen Sie
100g Dinkelmehl 630,
(alternativ Weizenmehl 405 oder 550),
100g Dinkelvollkornmehl,
(alternativ Weizenvollkornmehl),
2 TL Zucker,
2 TL Trockenhefe,
1 Prise Salz
und
2 EL Chiasamen
mit einem Schneebesen in einer Rührschüssel. Gießen Sie
200 ml Milch,
(bzw. eine pflanzliche Alternative), und
200g Jogurt
(bzw. eine pflanzliche Alternative) dazu, rühren beides zusammen mit
4 TL Cashewmus
gründlich und klümpchenfrei ein, und stellen den Teig über Nacht abgedeckt in den Kühlschrank. Am nächsten Tag
2 -3 Äpfel
waschen, vierteln, entkitschen, die Viertel noch einmal in vier Spalten schneiden und beiseitestellen. Geben Sie
pro Fuhre 1 EL Butter oder Margarine
in eine große, beschichtete (!!) Pfanne und backen bei 2/3 Herdleistung (8 von 12) 8-12 Pfannkuchen aus: Rühren Sie den Teig nochmal um und löffeln Sie in 2-3 Fuhren jeweils 4 gleich große Teighäufchen auf 3, 6, 9 und 12 Uhr in Ihre Pfanne. Diese sehr zähen und klebrigen Teighäufchen drücken Sie jetzt mit den Apfelscheiben platt. Auf dieser Seite backen Sie sie so lange, bis sie auf der Oberseite gestockt sind (= der Teig bleibt nicht mehr kleben, wenn Sie ihn mit dem Pfannenwender antippen), und die Unterseite (vorsichtig mit einem Pfannenwender anheben und druntergucken) lecker gebräunt ist. Wenn nötig, geben Sie noch etwas Butter oder Margarine in die Mitte der Pfanne. Wenden Sie die Kuchen mit einer entschlossenen Handbewegung, drücken sie an und backen sie fertig. Zum Servieren wieder auf die richtige Seite drehen.

Cashewmus ersetzt hier die Eier und Sie bekommen es im gut sortierten Super- oder Drogeriemarkt. Sie können auch ein anderes Nussmus nehmen, wenn Ihnen das besser schmeckt.

Wenn Sie mögen, können Sie die Pfannkuchen vor dem Wenden noch mit etwas Zimt und Zucker bestreuen. Während die Unterseite gebacken wird, karamellisiert der Zucker – ziemlich lecker.

Sie brauchen für diesen Pfannkuchenteig handwerklich etwas, mit dem Sie ihn in der Pfanne in Form drücken können. Das können wie hier beschrieben Apfelscheiben sein – müssen es aber nicht. Insbesondere Kinder stehen oft auf Bananen, die Zusammensetzung des Teiges legt Sie aber nicht auf süß fest. Wenn Ihnen das lieber ist, können Sie auch Herzhaftes nehmen – eigentlich alles, was man braten kann und was nicht zu viel Flüssigkeit hat, z.B. Möhrenscheiben, in Scheiben geschnittene Pilze …

Versuchen Sie zu vermeiden, dass die Pfannkuchen zusammenbacken. Da Sie in einer beschichteten Pfanne nicht schneiden können ohne die Beschichtung kaputt zu machen, trennen Sie die Pfannkuchen am besten noch während des Backens (also solange der Teig noch flüssig ist) mit dem Pfannenwender. Wenn das nicht funktioniert hat und sie schon zusammengebacken sind: Souveränen Gesichtsausdruck aufsetzen, Pfannkuchen mit dem Wender anheben und einer frisch gesäuberten Schere an der gewünschten Stelle durchschneiden.